21 Tote bei Gefechten im Jemen
Im Südwesten des Jemen haben Huthi-Rebellen und Anhänger von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi auch in der Nacht auf heute einander schwere Gefechte geliefert. In Taes, der drittgrößten Stadt des Landes, wurden zehn Rebellen und vier haditreue Kämpfer getötet, wie Ärzte und örtliche Behördenvertreter berichteten.
Die Regierungstruppen erhielten dabei nach Angaben von Einwohnern Unterstützung durch die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition, die Stellungen der Huthis aus der Luft angriff. Weiter östlich wurden in der Nacht in Atak nach Angaben von Stammesvertretern sieben Rebellen von sunnitischen Milizen getötet. Auch die südliche Hafenstadt Aden ist weiterhin umkämpft. Die Huthis zogen derweil weitere Kämpfer in der nördlich von Taes gelegenen Stadt Ibb sowie in Hudaida am Roten Meer zusammen.
Seit Wochen heftige Kämpfe
Schiitische Huthi-Rebellen und mit ihnen verbündete Soldaten liefern sich im Jemen seit Wochen heftige Kämpfe mit den Truppen und Milizen von Präsident Hadi, der im Februar aus der Hauptstadt Sanaa in die Hafenstadt Aden geflohen war. Als die Rebellen Mitte März auf Aden vorrückten, setzte sich Hadi nach Saudi-Arabien ab und bat um militärische Hilfe. Seit dem 26. März fliegt die von Riad angeführte Allianz Luftangriffe im Jemen.
Jemen weist iranischen Friedensplan zurück
Der Jemen lehnte unterdessen den Friedensplan für das Land ab, den der Iran bei den Vereinten Nationen (UNO) vorgelegt hatte. „Wir weisen die iranische Initiative zurück“, sagte Regierungssprecher Rajeh Badi gestern der Nachrichtenagentur Reuters. Es handele sich bei dem Vorstoß nur um ein „politisches Manöver“.
Der Iran hatte einen Plan vorgelegt, der eine sofortige Feuerpause, ein Ende aller militärischen Angriffe, humanitäre Hilfe und die Rückkehr zu einem Dialog zum Aufbau einer Regierung der nationalen Einheit im Jemen fordert. Westliche Regierungen und arabische Diplomaten hatten sich aber zurückhaltend geäußert und erklärt, der Iran sei kein neutraler Friedensmakler.