Illegale Grenzübertritte in EU verdreifacht

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Die Zahl der illegalen Grenzübertritte in die Europäische Union (EU) hat sich zu Jahresbeginn mehr als verdreifacht. Im Jänner und Februar sei deren Zahl im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 250 Prozent gestiegen, sagte der Chef der EU-Grenzschutzbehörde Frontex, Fabrice Leggeri, gestern in Paris.

Verantwortlich für die Zunahme sei vor allem ein großer Flüchtlingszustrom aus den Balkanstaaten. Allein im Jänner hätten 10.000 Kosovo-Albaner Asyl in der EU beantragt.

EU in der Kritik

Auch die Zahl der Flüchtlinge, die über das Mittelmeer in die EU kommen, stieg weiter. In den ersten beiden Monaten seien 42 Prozent mehr Menschen über das Mittelmeer in die EU eingereist als im Vorjahreszeitraum.

Die EU steht in der Kritik, weil sie den italienischen Rettungseinsatz „Mare Nostrum“ im November auf Bitten Roms durch den deutlich eingeschränkteren „Triton“-Einsatz der EU-Grenzbehörde ersetzt hat. Im Gegensatz zu „Mare Nostrum“ wird durch „Triton“ nur das Gebiet unmittelbar vor den Grenzen Europas überwacht - viele der oft völlig überfüllten Flüchtlingsboote geraten aber schon kurz nach ihrer Abfahrt etwa in Libyen in Seenot.