Fall Badawi: Kurz sagte Ehefrau weitere Unterstützung zu

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Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) hat der Frau des regimekritischen saudi-arabischen Bloggers Raif Badawi Unterstützung zugesichert. In einem Telefonat mit Ensaf Haidar habe Kurz betont, dass er sich weiter für Badawi einsetzen werde, hieß es heute aus dem Außenministerium. Der Außenminister will den Fall auch vor dem UNO-Menschenrechtsrat in Genf ansprechen.

„Religionsfreiheit als Menschenrecht unantastbar“

Dabei werde Kurz auch festhalten, dass „Religionsfreiheit als Menschenrecht unantastbar ist“, verlautete aus dem Umfeld des Ministers. Der ÖVP-Politiker wird in Genf auch den UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, den jordanischen Prinzen Said Raad al-Hussein, treffen. In dem Gespräch werde der „Fall Badawi“ auch thematisiert werden, hieß es. Kurz habe in dem Fall bereits in der Vergangenheit UNO und EU eingeschaltet.

Kurz hatte an sich für Ende Februar eine Reise in die Golf-Region geplant gehabt, die ihn nach Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emiraten führen sollte. Laut Ministerium sind die Reisepläne weiter aufrecht, allerdings gibt es noch keine Festsetzung der genauen Termine.

Die Frau Badawis hatte die Medien zuvor informiert, dass ihrem Mann möglicherweise wegen Abfalls vom Islam die Todesstrafe droht. In einem schriftlichen Statement von Ensaf Haidar, das der APA vorliegt, wies sie darauf hin, dass die Akte wieder jenem Richter zugewiesen wurde, der zehn Jahre Haft und Peitschenhiebe gegen Badawi verhängt hatte.