Bericht: Israels Siedlungsbau um 40 Prozent gestiegen

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Der israelische Siedlungsbau im Westjordanland ist einem Bericht zufolge im vergangenen Jahr um 40 Prozent gestiegen.

In dem besetzten Palästinensergebiet sei 2014 mit dem Bau von 3.100 Wohneinheiten begonnen worden, schrieb die israelische Organisation Peace Now in einem gestern vorgelegten Bericht.

Höchster Stand seit mindestens zehn Jahren

Zugleich sei der Bau von 4.485 Wohnungen in den jüdischen Siedlungen im Westjordanland und in Ostjerusalem ausgeschrieben worden. Das sei der höchste Stand seit mindestens zehn Jahren, teilte die Organisation mit, die sich seit Jahren gegen den Siedlungsbau einsetzt.

Im Schnitt 460 Wohneinheiten pro Monat in Bau

Dem Bericht zufolge entstanden 287 neue Wohnungen in „wilden Siedlungen“, die nicht offiziell von den zivilen und militärischen Behörden genehmigt wurden. Für die Staatengemeinschaft sind allerdings sämtliche Siedlungen in den besetzten Gebieten ein Verstoß gegen das Völkerrecht.

Laut Peace Now wurden seit Beginn der dritten Amtszeit des konservativen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu im März 2013 im Schnitt 460 Wohneinheiten im Monat begonnen. Insgesamt wurden laut den Angaben in diesem Zeitraum 10.113 Wohneinheiten in 41 Siedlungen errichtet.

Weitere Bautätigkeit angekündigt

Die Frage der Siedlungen sowie der vollkommen blockierten Verhandlungen mit den Palästinensern spielt bisher kaum eine Rolle im Wahlkampf. Erst im Jänner kündigte Israel trotz scharfer Kritik der USA und der Palästinenser den Bau von 450 weiteren Siedlerwohnungen im Westjordanland an.