NGO: Anti-IS-Koalition tötete in Syrien 1.600 Menschen
Bei den Luftangriffen der US-geführten Allianz auf Dschihadisten in Syrien sind Aktivisten zufolge mehr als 1.600 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien 62 Zivilisten, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte heute mit.
Die Allianz, an der sich mehrere arabische Länder beteiligen, tötete bei den Luftangriffen nach Angaben der Beobachtungsstelle 1.465 IS-Kämpfer, die meisten von ihnen Nicht-Syrer. Auch 73 Kämpfer der rivalisierenden Al-Nusra-Front seien unter den Todesopfern, erklärte die in Großbritannien beheimatete Beobachtungsstelle.
Die Angaben der Beobachtungsstelle sind wegen des Bürgerkrieges in Syrien nicht zu überprüfen, sie verfügt im Land aber über ein dichtes Netz an Informanten, insbesondere unter Ärzten und Oppositionellen. Die Luftangriffe hatten Ende September begonnen, sie sollen den Vormarsch der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) stoppen.
Kurden starten Offensive in Syrien
Kurdische Kämpfer starteten nach eigenen Angaben eine Offensive gegen den IS in Syrien. Die internationale Militärallianz zur Bekämpfung des IS unterstütze den Einsatz mit Luftangriffen, sagte Kurdenvertreter Nassir Hadsch Mansur der Nachrichtenagentur Reuters in einem Telefonat. Ziel sei die Einnahme von Tal Hamis.
Frankreich schickt Flugzeugträger
Frankreich setzt unterdessen gegen den IS den Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ ein. Das Schiff sei in den Kampf gegen die Miliz im Norden des Irak eingebunden worden, berichtete die Zeitung „Le Parisien“ unter Berufung auf die Regierung. Die französische Luftwaffe fliegt seit September 2014 im Rahmen des US-geführten Bündnisses Luftangriffe auf die IS-Miliz im Irak.
Die auch mit Atomwaffen ausgerüstete „Charles de Gaulle“ war am 15. Februar in den Persischen Golf eingelaufen. Sie hat 21 Kampfflugzeuge (zwölf Rafale und neun Super-Etendard), ein Radarflugzeug Hawkeye und vier Hubschrauber an Bord. Zu ihrem Verband gehören die Fregatte „Chevalier Paul“, ein Jagd-U-Boot und ein Tanker.