Iran sieht Schlüsselrolle Chinas bei Atomverhandlungen
Der Iran hat China eine Schlüsselrolle in den internationalen Verhandlungen über das iranische Atomprogramm zugesprochen. „Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass eine Einigung bis zur Frist möglich ist“, sagte Außenminister Mohammed Dschawad Sarif nach einem Gespräch mit seinem chinesischen Kollegen Wang Yi heute in Teheran. Dabei spiele China eine Schlüsselrolle.
Bis Ende März wollen der Iran und die fünf UNO-Vetomächte sowie Deutschland eine grundsätzliche Übereinkunft über das Atomprogramm erreichen. Für Juli wird eine umfassende Einigung angestrebt.
China für Aufhebung der Sanktionen
Wang verglich die zwölfjährigen Atomverhandlungen mit einem Marathon-Lauf, der nun in die Zielgerade komme. Es gelte nun, trotz der noch bestehenden Differenzen auch die letzten Meter zu bewältigen und erfolgreich ans Ziel zu gelangen. Sein Land sei für das Recht des Iran auf ein ziviles Atomprogramm und gegen die Fortdauer der Sanktionen.
Der Westen will in den Verhandlungen sicherstellen, dass der Iran keine Atombomben entwickelt. Teheran geht es um die Aufhebung der lähmenden Wirtschaftssanktionen. Laut Sarif sollen die Gespräche bis März nur noch in bilateralem Rahmen stattfinden. Sowohl Sarif als auch Wang sprachen sich gegen eine weitere Verlängerung der Verhandlungen aus.