Kämpfe zwischen Kurden und Assad-Truppen in Syrien
In Syrien sind heute Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Kurdenmilizen ausgebrochen. In dem überwiegend von Kurden bewohnten Nordosten Syriens sei es zu heftigen Gefechten gekommen, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London mit.
Damit brachen beide Seiten eine stillschweigende und bisher weitgehend eingehaltene Vereinbarung, sich auf andere Feinde wie etwa die Extremistengruppe Islamischer Staat (IS) zu konzentrieren.
Verletzung einer neutralen Zone
Auslöser der jüngsten Kämpfe war den Beobachtern zufolge, dass Regierungssoldaten die Kontrolle über Gebäude in einer neutralen Zone übernahmen. Inzwischen werde in mehreren Teilen der Stadt Al-Hasaka gekämpft, die die Kurdenmiliz YPG und Assad-Truppen zuvor unter sich aufgeteilt hätten.
Syriens staatliche Medien berichteten zunächst nicht über die Zusammenstöße. Regierungsvertreter in Damaskus und ein YPG-Sprecher waren nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
Neue Front im Konflikt
Bereits früher war es gelegentlich zu Scharmützeln zwischen der Kurdenmiliz und Regierungssoldaten gekommen, doch nicht zu anhaltenden Kämpfen. Mit diesen Gefechten entsteht eine neue Front in dem immer unübersichtlicher werdenden Bürgerkrieg.
Seit Ausbruch des Konflikts zwischen Aufständischen und den Truppen von Präsident Baschar al-Assad im März 2011 wurden nach UNO-Angaben rund 200.000 Menschen getötet.