Allianz geht massiv gegen IS-Miliz vor

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Die USA und ihre Verbündeten sind über Weihnachten mit massiven Luftschlägen gegen Stellungen der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) vorgegangen. Allein gestern seien 31 Angriffe geflogen worden, teilte die Allianz mit. In Syrien seien 16 Ziele und 15 weitere im Irak bombardiert worden.

An den Luftschlägen sind neben den USA mehrere arabische Staaten beteiligt. Die jüngsten Angriffe gegen die IS-Extremisten in Syrien konzentrierten sich nach Angaben der Allianz auf Gebäude und Stellungen nahe der Stadt Kobane. Dabei seien auch zwei große IS-Verbände getroffen worden.

Die syrische Luftwaffe ging im Norden des Landes gegen die von IS-Extremisten kontrollierte Stadt al-Bab vor. Nach Angaben von Einwohnern sowie der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte starben dabei mindestens 45 Zivilisten, etwa 175 weitere wurden verletzt. Bewohner berichteten von Bombenabwürfen durch Kampfflieger und Hubschrauber über Wohn- und Industriegebieten.

Widersprüche rund um Kampfjet-Absturz

Widersprüchliche Angaben gab es über die Ursache des Absturzes eines Kampfjets am Mittwoch in der Nähe von Rakka im Nordosten Syriens mit dem jordanischen Piloten an Bord. Ein jordanischer Regierungssprecher sagte zunächst, das Flugzeug sei vom Boden aus mit einer Rakete abgeschossen worden. Der Versuch, den Piloten zu retten, bevor er den IS-Kämpfern in die Hände falle, sei gescheitert. Später sagte er, ein Abschuss sei nicht sicher.

Die IS-Kämpfer feierten die Gefangennahme und zeigten auf Fotos Trümmer des Kampfjets. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte die Extremisten auf, den Piloten menschlich und in Einklang mit dem Völkerrecht zu behandeln. Der Vater des Mannes bat um Gnade für seinen Sohn. Die Miliz hat bereits zahlreiche Geiseln enthauptet.