„Journalisten bespitzeln“: Uber-Chef distanziert sich
Der Chef des umstrittenen Fahrdienstvermittlers Uber, Travis Kalanick, hat sich von einem seiner wichtigsten Topmanager distanziert, der Schmutzkampagnen gegen Journalisten ins Gespräch gebracht hatte.
Die Äußerungen des Vizepräsidenten Emil Michael seien „schrecklich“ gewesen, und er habe damit nicht die Position des Unternehmens vertreten, schrieb Firmenchef und Mitgründer Kalanick gestern im Kurznachrichtendienst Twitter. Zugleich sei er sicher, dass Michael aus Fehlern lernen könne.
Journalisten mit Privatleben mundtot machen
Der Uber-Manager hatte in einer vermeintlich privaten Unterhaltung davon gesprochen, das Privatleben kritischer Journalisten auszuforschen, um sie unter Druck zu setzen. Nachdem das gestern bekanntwurde, forderten viele, er müsse gefeuert werden. Kalanick äußerte sich dazu nicht.
Umstrittener Taxikonkurrent
Uber liegt weltweit im Clinch mit der Taxibranche, die dem Dienst unfairen Wettbewerb vorwirft. Dem Unternehmen, das in diesem Jahr rund 1,2 Milliarden Dollar bei Investoren eingesammelt hat, wurden bereits wiederholt rabiate Geschäftspraktiken vorgeworfen.