Mehr als 300 Flüchtlinge vor Sizilien aufgegriffen

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Die italienische Küstenwache hat Medienberichten zufolge vor Sizilien ein Flüchtlingsboot mit 321 Insassen an Bord abgefangen.

Acht von ihnen wurden nach ihrer Ankunft im Hafen von Pozzallo festgenommen, wie italienische Medien heute berichteten. Die Staatsanwaltschaft wirft den Ägyptern demnach Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und Beihilfe zur illegalen Einwanderung vor.

Familien mit Kindern an Bord

An Bord des Schiffes waren den Berichten zufolge zahlreiche Familien aus Syrien und etwa 50 Ägypter, unter ihnen mehrere Kinder. Die ägyptischen Staatsbürger werden nun zurück in ihre Heimat geschickt, die meisten anderen Flüchtlinge werden in Auffanglager in Norditalien gebracht.

Rettungsmission am Freitag beendet

Italien hatte am Freitag seine Mission „Mare Nostrum“ offiziell beendet, durch die Zehntausende aus dem Mittelmeer gerettet wurden. Bei der neuen, deutlich kleineren EU-Mittelmeer-Mission „Triton“ geht es vorrangig darum, die EU-Seegrenzen zu sichern.

„Triton“ soll sich nur innerhalb der EU-Grenzen bewegen und nicht die aktive Suche nach Flüchtlingen in Seenot etwa vor der nordafrikanischen Küste umfassen. Hilfsorganisationen warnen daher vor einem Anstieg der Opferzahlen im Mittelmeer.