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Lauter Knall durch Stoßwellen

Die Eurofighter-Piloten des Heeres trainieren vom 20. bis 31. Oktober über dem gesamten Staatsgebiet - außer Tirol und Vorarlberg - Überschallflüge. Aussparen will das Bundesheer den Luftraum über den Landeshauptstädten. Flüge im Unterschallbereich könnten allerdings bundesweit stattfinden, hieß es am Donnerstag in einer Aussendung des Militärkommandos Steiermark.

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Pro Tag werden grundsätzlich maximal zwei Überschallflüge zwischen 8.00 und 16.00 Uhr durchgeführt, so Oberst Christian Fiedler. Die Fluggebiete werden in Zusammenarbeit mit der zivilen Flugsicherung festgelegt. Um den Lärmpegel möglichst gering zu halten, werden die Flüge in Höhen zwischen 12.500 bis 15.200 Metern absolviert. Ebenso würden die Beschleunigungsphasen der Eurofighter so kurz wie möglich gehalten.

Körperliche Belastung nicht simulierbar

Das Training trage dazu bei, dass die Piloten und das Bodenpersonal den Flugbetrieb gewährleisten können. Die beim Überschallflug auftretenden Belastungen für den Körper des Piloten können im Simulator nicht geübt werden, hieß es in der Aussendung. Die Koordinierung zwischen Piloten, Radarleitoffizieren und der zivilen Flugsicherung werde ebenfalls trainiert.

Die Geschwindigkeit beim Überschallflug beträgt circa 1.200 km/h. Nähert sich ein Jet dieser Geschwindigkeit, kommt es zu Stoßwellen am Flugzeug. Diese Stoßwellen können auf dem Boden als Überschallknall wahrgenommen werden. Man bemühe sich, jede Beeinträchtigung der Lebensqualität für Menschen und Tiere zu vermeiden, und ersuche alle Betroffenen um Verständnis, hieß es seitens des Heeres.

Bundesheer richtet Hotline ein

Die Lärmverteilung werde laufend dokumentiert, um einen mehrmaligen Überflug derselben Gebiete zu verhindern. Das Bundesheer versprach überdies, Mittags- und Wochenendruhe der Bürger zu berücksichtigen: Zwischen 11.30 Uhr und 13.30 Uhr sowie an Samstagen und Sonntagen erfolgten keine Überschallflüge.

Sollte es im Zuge des Eurofighter-Trainings zu Sachschäden kommen, die unmittelbar mit einem Überschallknall in Zusammenhang stehen, so können sich Betroffene an das Militärkommando Steiermark wenden. Dort werde eine Hotline zum Melden eventueller Lärmbelästigung eingerichtet. Eine Untersuchungskommission des Bundesheeres werde im Fall von Beschwerden die Sachlage an Ort und Stelle prüfen. Schäden, welche in unmittelbarem Zusammenhang mit einem Überschallknall stünden, würden durch das Heer finanziell abgegolten.

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