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Flucht vor der Aschewolke

Beim Ausbruch eines Vulkans sind in Japan am Samstag über 30 Menschen schwer verletzt worden. Zumindest eine Frau kam ums Leben. Gewaltige Rauchwolken stiegen über den Vulkan Ontake in den blauen Himmel. 250 Wanderer und Ausflügler saßen der Polizei zufolge auf dem 3.067 Meter hohen Berg fest. Flugzeuge mussten wegen der Aschewolke ihre Route ändern.

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„Es gab ein Geräusch wie bei einem Donner, und der Himmel verdunkelte sich durch den Rauch“, schilderte der Betreiber einer nahen Berghütte das Geschehen der Nachrichtenagentur Kyodo. Seit dem Ausbruch um die Mittagszeit (Ortszeit) sei die gesamte Gegend mit einer 15 Zentimeter hohen Aschedecke überzogen. Die Region ist ein beliebtes Wandergebiet. Vor allem im Herbst kämen viele Besucher, so der Hüttenwirt.

Bergwanderer steigen vom Ontakesan ab

APA/AP/Kyodo News

Die Wanderer flüchteten in Massen vom Gipfel

Retter unterwegs auf den Berg

Ministerpräsident Shinzo Abe wies das Militär an, bei den Rettungsmaßnahmen zu helfen. Die Polizei von Nagano schickte ein Team von 80 Personen zu dem Berg, um den Wanderern nach unten zu helfen. Die Krankenhäuser in der Umgebung stellten sich auf viele Verletzte ein. Den örtlichen Behörden zufolge haben zehn Menschen das Bewusstsein verloren.

Gegen Abend beschlossen einige Wanderer trotz der schlechten Sicht den Abstieg zu wagen. Einer der Wanderer zog sich örtlichen Medienberichten zufolge einen Knochenbruch zu. Dutzende weitere Personen seien verletzt worden. 52 Personen seien in der Lage gewesen, abzusteigen, erklärte der Feuerwehreinsatzleitung. Auf einem Video, das über YouTube verbreitet wird, sind mehrere Wanderer zu sehen, wie sie versuchen, der Aschewolke zu entkommen. Einige Dutzend sitzen noch fest.

Asche über einer Berghütte am Ontakesan

APA/AP/Kyodo News

Die Berghütte ist von einer zentimeterdicken Ascheschicht bedeckt

Weitere Eruptionen zu erwarten

Der Ausbruch halte weiter an, hieß es vonseiten der Behörden. Es gebe keine Anzeichen, dass die Aschewolke schwächer werde und abziehe. Den letzten großen Ausbruch gab es 1979, damals spukte der Ontake 200.000 Tonnen Asche in die Luft. Eine weitere kleinere Eruption ereignete sich 1991, gefolgt von mehreren vulkanischen Beben im Jahr 2007.

Die nationale Meteorologische Behörde warnte die Bewohner im Umkreis von vier Kilometern vor umherfliegenden Gesteinsbrocken. Es könne zu weiteren Eruptionen kommen. Die von dem Vulkan herabquellende Rauchwolke war mehr als drei Kilometer lang. Für das Gebiet verhängte die Behörde ein Zutrittsverbot. Der Flugbetrieb auf dem Flughafen von Tokio läuft nach Angaben des Betreibers und der Japan Airlines aber normal.

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