Paris, Bagdad fordern dringend Hilfe in Kampf gegen IS
Im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) haben Paris und Bagdad dringend um internationale Hilfe gebeten. Frankreichs Präsident Francois Hollande sagte heute in Paris bei der Eröffnung einer internationalen Konferenz, es sei „keine Zeit zu verlieren“.
Der irakische Präsident Fuad Masum bat explizit um militärische Hilfe. Sein Land benötige vor allem Unterstützung durch Luftangriffe, sagte er im Sender Europe 1. Die USA fliegen bereits seit Anfang August Luftangriffe gegen den IS im Irak und wollen ihr militärisches Vorgehen auf Syrien ausweiten.
„Globale Antwort auf globale Bedrohung“
Frankreich erwägt eine Beteiligung an den Luftangriffen gegen den IS im Irak, Deutschland hat bereits abgewunken. Die Franzosen wollten erste Aufklärungsflüge über dem Irak starten.
Hollande rief die arabischen und westlichen Partnerländer im Kampf gegen den IS auf, sich „eindeutig, loyal und stark an der Seite der irakischen Regierung“ zu engagieren. „Der Kampf der Iraker gegen den Terrorismus ist auch der unsrige“, hob er in seiner Eröffnungsansprache bei der Konferenz hervor.
„Die Bedrohung ist global, und also muss es eine globale Antwort darauf geben.“ Der Sozialist sprach sich auch dafür aus, „mit allen Mitteln“ die gemäßigte Opposition in Syrien zu unterstützen.
Cameron unter Druck
Nach der Enthauptung einer britischen Geisel durch IS steigt unterdessen der Druck auf den britischen Premier David Cameron. Cameron verurteilte die Enthauptung auf das Schärfste und kündigte an, „alles in unserer Macht Stehende zu unternehmen, um diese Mörder zu Strecke zu bringen“. Ob sich nun auch Großbritannien an Luftschlägen beteiligen wird, sagte Cameron allerdings zunächst nicht.
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