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Vom Schulorchester zum Neujahrskonzert

Franz Welser-Möst (eigentlich Franz Leopold Maria Möst) ist am 16. August in Linz geboren worden. Die entscheidenden Weichen für eine Karriere als Musiker wurden schon früh gestellt - mit dem Komponisten Balduin Sulzer als Musiklehrer.

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Ursprünglich wollte Welser-Möst Geiger werden, die Folgen eines Autounfalls verbauten ihm diesen Weg. Sulzer erkannte die außergewöhnliche Begabung des jungen Studenten und beauftragte ihn, Probearbeiten zu übernehmen. Aus dem Schülerorchester entstand das Jeunesse-Orchester, das bis 1985 sehr erfolgreich von Welser-Möst - den zweiten Nachnamen wählte er als Reverenz an seine oberösterreichische Heimat - geleitet wurde und das auch das erste Orchester war, mit dem der junge Dirigent seine musikalischen Erfahrungen als Leiter sammelte.

Schon 1985 bei Salzburger Festspielen

Schon 1985 gab er sein Debüt als Dirigent bei den Salzburger Festspielen, ein Jahr später hob die internationale Karriere mit dem Debütkonzert beim London Philharmonic Orchestra an, dessen Musikdirektor er mit nur 30 Jahren 1990 wurde und bis 1996 blieb. Die Londoner Presse und das Publikum waren ihm dabei aber nicht unbedingt wohlgesonnen, und er musste sich mit teils harschen Kritiken abfinden.

Welser-Möst dirigiert das Neujahrskonzert 2013

APA/Herbert Neubauer

2013 dirigierte Welser-Möst das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker

In den USA dirigierte er erstmals 1989 beim Saint Louis Symphony Orchestra. An der Zürcher Oper stand er - engagiert von Intendant Alexander Pereira - erstmals 1992 mit Richard Strauss’ „Rosenkavalier“ am Pult und brachte als Musikdirektor ab 1995 27 Neuproduktionen hervor. Unter seiner Leitung erhielt das Zürcher Orchester die Auszeichnung Orchester des Jahres 2000/01 in der Umfrage der Zeitschrift „Opernwelt“.

Von Zürich nach Wien

2005 übernahm er dort die neue Stelle des Generalmusikdirektors, aus dieser schied er im Sommer 2008 jedoch aus, um sich den Vorbereitungen für Wien widmen zu können. 2002 übernahm der Dirigent, der mit praktisch allen großen Orchestern zusammengearbeitet und in allen Metropolen der Musikwelt dirigiert hat, das renommierte Cleveland Orchestra, im selben Jahr wurde er von der Musikzeitschrift „Musical America“ zum „Conductor of the Year 2003“ gewählt.

Auch als Dirigent des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker war Welser-Möst in seiner Zeit als Generalmusikdirektor gleich zweimal zu erleben. Erstmals dirigierte er das Klassikevent 2011, 2013 folgte ein Dacapo. Welser-Mösts Vertrag als Chefdirigent des Cleveland Orchestra läuft bis 2018.

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