Infrastruktur und Gesundheit neu besetzt
Doris Bures (SPÖ) steht vor einem Karrieresprung. Die langjährige Organisatorin der SPÖ dürfte der verstorbenen Barbara Prammer als Nationalratspräsidentin folgen. Das berichten „Kronen Zeitung“, „Kurier“ und „Presse“ unter Berufung auf „hohe SPÖ-Politiker“.
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Wie die „Kronen Zeitung“ schreibt, ringe man in der SPÖ noch mit diesen Entscheidungen. Vor allem der Aufstieg des schon öfters als Rücktrittskandidaten gehandelten Gesundheitsministers Alois Stöger in das Infrastrukturministerium stoße innerparteilich auf Kritik. Laut „Kurier“ lässt sich der Wechsel Stögers mit dem Länderhintergrund erklären.

ORF.at/Roland Winkler
Alois Stöger könnte in das Infrastrukturministerium wechseln
Prammer war Oberösterreicherin, als Zugeständnis an die SPÖ-intern wichtige Landesgruppe werte man nun die Funktion von Stöger, ebenfalls Oberösterreicher, mit dem Wechsel in das bedeutendere Infrastrukturmnisterium auf, so der „Kurier“. Das Gesundheitsministerium wiederum soll die Ärztin und jetzige SPÖ-Gesundheitssprecherin sowie ÖGB-Vizepräsidentin Sabine Oberhauser übernehmen.
ÖGB braucht neue Vizepräsidentin
Mit dem Wechsel Oberhausers würde der Gewerkschaftsbund eine neue Vizepräsidentin brauchen. Das ÖGB-Statut schreibt zwar nicht explizit vor, dass ein Regierungsamt mit dem Posten der Vizepräsidentin unvereinbar ist. Realpolitisch wird Oberhauser aber ihre bisherige Funktion abgeben müssen, heißt es aus der Gewerkschaft.
Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) setzt immer mehr auf die sozialdemokratischen Gewerkschafter. Von den sieben roten Ministern entstammen künftig vier der FSG, neben Ex-Präsident Rudolf Hundstorfer und Oberhauser waren auch Verteidigungsminister Gerald Klug und Stöger als Gewerkschaftsfunktionäre politisch groß geworden.
Offizielle Entscheidung am 25. August
Die zuletzt als mögliche Prammer-Nachfolgerin gehandelte Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek bleibt laut „Kronen Zeitung“ in ihrem Ressort. Seitens der SPÖ wurden die Informationen bisher nicht bestätigt. Die offiziellen SPÖ-Gremien tagen erst am 25. August. Dabei wird offiziell über die Personalia entschieden. Als enge Vertraute von Faymann wurde Bures schon in den vergangenen Jahren für die höchsten Ämter im Staat gehandelt. Dass sie nun das Amt der Nationalratspräsidentin übernehmen könnte, kommt daher nicht gänzlich überraschend.

APA/Roland Schlager
Sabine Oberhauser soll Gesundheitsministerin werden
Bures’ politischer Werdegang
Bures’ politischer Werdegang begann 1990 als Abgeordnete im Nationalrat. Ab 2000 (bis 2007) war die gelernte Zahnarzthelferin Bundesgeschäftsführerin der SPÖ. In den Jahren 2007/2008 leitete sie das Bundesministerin für Frauen, Medien und öffentlichen Dienst, im Anschluss bekleidete sie wieder das Amt der Bundesgeschäftsführerin in der SPÖ-Parteizentrale. Seit Dezember 2008 ist Bures Infrastrukturministerin.
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