Udo Jürgens im Hymnenstreit gegen Gabalier

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Sänger Udo Jürgens hält die textliche Erweiterung der österreichischen Bundeshymne um die Töchter des Landes für legitim. Dass „Volks-Rock-’n’-Roller“ Andreas Gabalier auf die alte Version pocht, „passt doch zu ihm: Er ist ein Künstler in Lederhosen. Wenn Sie in der Lederhose auftreten, verkörpern Sie auch die entsprechenden Werte. Aber dass ihm der alte Text besser gefällt, ist sein gutes Recht.“

Auch ihm sei gendergerechte Sprache oft ein Gräuel, so Jürgens gegenüber der APA. Im Fall der Bundeshymne halte er das Problem aber für gut gelöst. „Zweifellos ist es richtig, dass man auch die Frauen in der Hymne anspricht, wenn schon die Männer explizit angesprochen werden.“

„Das war nicht sehr geschickt im ursprünglichen Text“, so Jürgens weiter. „Man hätte gleich alle Menschen, alle Bürger des Landes ansprechen müssen.“ Der Sänger hat in seinem 53. Album mit dem Lied „Der Mann ist das Problem“ seinen Geschlechtsgenossen gehörig die Leviten gelesen. Den neuen Text der Hymne hat er aber noch nicht gesungen: „Niemand erwartet, dass ich die Hymne singe.“