Japan verbietet Kinderpornos

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Nach jahrelanger internationaler Kritik verbietet Japan den Besitz von Kinderpornografie. Pornografische Darstellungen von Kindern in japanischen Manga-Comics und Animationsstreifen sind in dem Land jedoch weiterhin erlaubt.

Nach dem Unterhaus segnete heute auch das Oberhaus des Parlaments ein Gesetz ab, wonach Personen, die Pornovideos und Fotos realer Kinder zur „Befriedigung ihrer sexueller Bedürfnisse“ besitzen, mit bis zu einem Jahr Gefängnis oder bis zu einer Million Yen (ca. 7.200 Euro) Geldstrafe rechnen müssen.

Japan gilt als einer der weltweit größten Märkte für sexuelle Darstellungen von Kindern. Schon bisher waren Produktion und Vertrieb strafbar. Laut offiziellen Angaben verzehnfachte sich die Zahl der entsprechenden Delikte allein in der letzten Dekade.