Entstellte Dreijährige rausgeworfen - KFC zahlt 30.000 Dollar
Die Fastfood-Kette Kentucky Fried Chicken (KFC) sieht sich einem enormen Shitstorm ausgesetzt, nachdem in einer US-Filiale in Mississippi offenbar ein dreijähriges Mädchen aufgrund seines Aussehens rausgeworfen wurde. Das Kind trägt nach einer Attacke von drei Pitbulls im April eine Augenbinde und hat mehrere Narben im Gesicht. Während ihres KFC-Besuchs vergangene Woche mit ihrer Großmutter war sie an eine Ernährungssonde angeschlossen.
Gesicht „stört unsere Kunden“
Wie mehrere US-Medien berichten, soll ein Mitarbeiter zur Großmutter des Mädchens gesagt haben: „Wir müssen Sie auffordern, das Lokal zu verlassen, weil ihr Gesicht unsere Kunden stört.“ Die Familie des Mädchens machte den Vorfall auf einer Facebook-Seite publik, die dafür eingerichtet wurde, Geld für die aufwendigen Operationen des Mädchens zu sammeln.
Solidaritätswelle im Internet
Das Echo in Sozialen Netzen und klassischen Medien war enorm. Die Fanzahl der Facebook-Seite wuchs auf mehr als 140.000. Auf der Seite zu finden sind unzählige Solidaritätsbekundungen für das Mädchen und seine Familie. Gleichzeitig bringen Tausende User ihren Ärger über KFC zum Ausdruck. Viele von ihnen riefen zum Boykott der Fastfood-Kette auf.
KFC sah sich schließlich dazu veranlasst, sich bei dem Mädchen zu entschuldigen. Der Vorfall werde intern noch untersucht, die „ganze KFC-Familie“ stehe jedoch hinter dem Mädchen, heißt es laut CNN von einem Sprecher. Die Firma kündigte an, 30.000 Dollar für die medizinische Versorgung des Kindes zu zahlen.