Jamaika will Besitz von kleinen Mengen Marihuana erlauben

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Jamaika will in Zukunft den Besitz und Konsum kleiner Mengen Marihuanas erlauben. Die Regierung in Kingston kündigte eine Reform der Drogengesetze an, wie jamaikanische Medien heute berichteten. Künftig solle der Besitz von bis 57 Gramm Marihuana nicht mehr strafbar sein.

Auch die Cannabis-Nutzung für medizinische und religiöse Zwecke soll erlaubt werden. Laut Medienberichten erwartet die Regierung, dass die Reform im September vom Parlament gebilligt werde.

Strafrecht an Realität anpassen

Die Änderungen sollen das Strafrecht besser an die Realität in Jamaika anpassen, zitierte die Zeitung „The Gleaner“ Justizminister Mark Golding. Das liege auch im Trend internationaler Entwicklungen. Uruguay hatte jüngst den Anbau und Verkauf von Marihuana unter staatlicher Kontrolle legalisiert.

Beobachter werteten die Reformpläne auch als einen Erfolg für die in Jamaika weit verbreitete Rastafari-Kultur. Die religiöse Bewegung mit afrikanischen Wurzeln fordert seit langem die Legalisierung des Marihuanakonsums in dem Karibikstaat.