„Als Ruhestätte ausgeschlossen“
Fast drei Monate nach dem mysteriösen Verschwinden von Flug MH370 ist der Sucheinsatz eines Tauchroboters in einem Teil des Indischen Ozeans beendet worden. „Bluefin-21“ habe keine Trümmer gefunden, teilte das australische Koordinierungszentrum JACC am Donnerstag mit.
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Es könne ausgeschlossen werden, dass die Boeing 777, die am 8. März mit 239 Menschen an Bord verschwand, in dem Gebiet liege. Das Zentrum hatte sechs Wochen lang mit der Tauchdrohne den Meeresgrund abgesucht. Die australische Transportsicherheitsbehörde betrachte nun die Suche im Gebiet der erfassten akustischen Signale als abgeschlossen, erklärte das JACC. „Aus ihrer professionellen Sicht kann das Gebiet als endgültige Ruhestätte von MH370 ausgeschlossen werden.“
Suchmannschaften irregeleitet?
Im vergangenen Monat waren in diesem Gebiet Signale aufgefangen worden, von denen man vermutete, dass sie von der Blackbox der Maschine der Malaysia Airlines stammten. Ein ranghoher Ingenieur der US-Marine, Michael Dean, sagte aber nun zu CNN, die Töne seien vermutlich gar nicht von einem Gerät an Bord des Jets gekommen. Möglicherweise seien sie vielmehr von den Suchgerätschaften selbst ausgelöst worden und hätten die Suchmannschaften so in die Irre geführt. Dieser Annahme würden sich mittlerweile fast alle Länder anschließen, so Dean.

APA/EPA/AMSA
Die US-Navy wies Deans Aussagen jedoch scharf zurück. „Mike Deans Einschätzung sind spekulativ und voreilig. Wir arbeiten mit unseren Partnern weiter daran, das Datenmaterial zu analysieren“, erklärte US-Navy-Sprecher Chris Johnson in einer Stellungnahme und bezog sich dabei auf Australien und Malaysia.
„Beste Spur, die wir hatten“
Die Aufzeichnung der als Pings bezeichneten Funksignale am 5. und 6. April galt unter den Rettungsmannschaften als großer Durchbruch. Doch die zwei Signalen blieben die einzigen, bis nach rund 30 Tagen die Batterien der Blackbox zu Ende gingen. Anhand der letzten Ping-Koordinaten wurde ein Suchgebiet abgesteckt und zunächst mit Flugzeugen und Schiffen, später mit dem Tauch-U-Boot abgesucht. „Wir haben uns auf dieses Gebiet konzentriert, weil die Pings die einzige Spur waren, die wir zu dem Zeitpunkt hatten“, erklärte der australische Transportminister Warren Truss. „Wir glauben immer noch, dass die Absturzstelle im südlichen Ozean liegt.“
Zurück an den Anfang
Erst Anfang der Woche hatte die malaysische Regierung die Satellitendaten von Flug MH370 veröffentlicht, mit deren Hilfe der mögliche Absturzort der Passagiermaschine berechnet wurde. Das Dokument listet auf 47 Seiten Kommunikationsprotokolle von Satelliten des britischen Unternehmens Inmarsat auf, die Kontakt mit der Maschine hatten. Die Analyse stütze die Annahme, dass die Maschine auf ihrem Flug von Kuala Lumpur nach Peking scharf von ihrem Kurs abgewichen und im Indischen Ozean zerschellt sei.
Nun stehen die Suchmannschaften wieder ganz am Anfang. Das Koordinationszentrum kündigte an, weiter Daten auszuwerten, um ein neues Suchgebiet festzulegen. Das werde jedoch einige Wochen dauern. Der südliche Bogen über dem Ozean, den das Flugzeug durchflogen haben könnte, ist fast 60.000 Quadratkilometer groß.
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