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Für Regierung ein Erfolg

Nach der umstrittenen Einrichtung von Haiabschussgebieten in Westaustralien sind seit Ende Jänner bereits 172 Haie gefangen und 50 von ihnen getötet worden. Laut den am Mittwoch veröffentlichten amtlichen Angaben war unter den getöteten Haien ein viereinhalb Meter langes Tier.

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90 Haie wurden gekennzeichnet und anschließend wieder freigesetzt. Die australische Regierung hatte im Jänner grünes Licht für die Einrichtung von Abschusszonen gegeben, mit denen Badende und Surfer geschützt werden sollen. An besonders beliebten Küstenstreifen in Westaustralien wurden einen Kilometer vor der Küste Köder ausgeworfen.

Ein gefangender Hai wird in ein Boot gezogen

APA/EPA/Sea Shepherd Australia

Ein im Rahmen des Programms gefangener Tigerhai wird getötet

Ködernetze und Jetski-Patrouillen

An der dichter besiedelten Küstenlinie wurden 111 Haie gefangen, 67 davon wurden wieder freigelassen. Weitere 61 Haie wurden im Südwesten gefangen und 23 davon wieder freigelassen. Haie mit einer Mindestlänge von drei Metern, die anbissen und als Bedrohung angesehen wurden, durften in einer Testphase von 25. Jänner bis 30. April abgeschossen werden. Dazu gehören Weiße Haie sowie Bullen- und Tigerhaie.

Trotz Protesten von Umweltschützern bezeichnete Fischereiminister Ken Baston die Aktion als Erfolg. Die Maßnahmen hätten geholfen, das Vertrauen der Strandbesucher wiederherzustellen, und diese wüssten nun auch besser über die Gefahren Bescheid. Die mit Ködern gespickte Abgrenzung ist nur ein Teil des 22 Millionen australische Dollar (14,8 Mio. Euro) schweren Programms. Es umfasst auch Patrouillen per Flugzeug und mit Jetskis, rasche Hilfe bei Haiangriffen, das Kennzeichnen der gefangengen Haie sowie ein Forschungsprogramm.

Region will Programm verlängern

„Wir wissen natürlich nicht, ob einer der gefangenen Haie einen Menschen angegriffen hätte - aber diese Regierung wird immer das menschliche Leben an erste Stelle setzen“, so Baston. Laut den offiziellen Angaben wurden in der Saison 2013/2014 auch weniger Strände wegen der Sichtung von Haien geschlossen: Die Zahl sank von 131 in der Periode 2012/2013 auf 93. Die westaustralische Regierung hat bei der Zentralregierung beantragt, das Programm um drei Jahre zu verlängern. Damit würden bis 2017 bis zu 72 dieser Ködernetze einen Kilometer von den Stränden entfernt - jeweils von Mitte November bis Ende April - ausgelegt.

Menschen protestieren am Strand gegen Haitötungspolitik Australiens

APA/EPA/Ava Benny-Morrison

Tausende protestierten immer wieder vergeblich gegen die Tötung von Haien

Mehrere Tote durch Haie

In den vergangenen zwei Jahren hatten Haie vor der westaustralischen Küste sechs Schwimmer und Wassersportler getötet. Die Tiere sind an Australiens Küsten stark verbreitet. Tierschützer kritisieren die neue Regelung. Die Abschusspolitik verstoße gegen Australiens Verpflichtungen zum Schutz des Weißen Hais, argumentieren sie.

Nicht im Beutespektrum der Haie

Prinzipiell gehören Menschen laut Experten nicht zum Beutespektrum einer Haiart. Haie testen jedoch gelegentlich Menschen auf ihre „Beutetauglichkeit“ - und zwar durch aus ihrer Sicht vorsichtige Bisse, die dazu dienen, das ihnen unbekannte Lebewesen zu schmecken. Danach drehen sie meist ab. Allerdings kann selbst ein „vorsichtiger Testbiss“ eines großen Hais schwere oder auch tödliche Verletzungen nach sich ziehen.

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