Breivik-Verhörprotokoll aus Polizeibüro gestohlen
Ein Verhörprotokoll des norwegischen Rechtsextremisten und Massenmörders Anders Behring Breivik wurde, wie erst jetzt bekanntwurde, aus einem verschlossenen Büro der Polizei gestohlen.
Ein Sprecher der Osloer Behörde bestätigte der Tageszeitung „Dagsavisen“, dass das 42-seitige Papier im August 2011 verschwand, also nur einen Monat nach den blutigen Anschlägen in Oslo und Utöya, bei denen 77 Menschen ums Leben kamen. Als Täter wird ein Mitarbeiter der Polizei vermutet.
Breivik soll bei der Vernehmung weitere brutale Pläne geschildert haben wie die Ermordung bekannter Politiker mit einem Bajonett. Breiviks ehemaliger Anwalt Geir Lippestad äußerte sich schockiert über den Diebstahl und dass er nicht darüber informiert worden war.
„Eine Veröffentlichung hätte die Zeugen und die psychiatrischen Experten beeinflusst“, sagte Lippestad der „Dagsavisen“. „Wir wissen nicht, was wir gemacht hätten, wenn wir das gewusst hätten.“