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Einstiger Widerstandskämpfer gegen die Nationalsozialisten, Verleger, Journalist und Diplomat: Fritz Molden ist am Samstag im Alter von 89 Jahren im Krankenhaus Schwaz in Tirol verstorben, wie seine Frau Hanna mitteilte. Er war während der Weihnachtsfeiertage erkrankt und seither im Spital behandelt worden.

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Schon in frühester Jugend ein überzeugter Antifaschist war Molden im Zweiten Weltkrieg als Widerstandskämpfer tätig. Nach Gefängnisaufenthalten und der Flucht in die Schweiz, unterstützte Molden nach dem Krieg seinen Vater Ernst in der österreichischen Medienwelt unter anderem bei der Neugründung der „Presse“ und wurde schließlich zu einem der bekanntesten Zeitungsverleger des Landes.

Kulturstadtrat Peter Marboe überreicht 1999 Fritz Molden das Goldende Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien

APA/Barbara Gindl

Molden erhielt 1999 das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste der Stadt Wien

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere hielt Molden, der unter anderem als Herausgeber der „Presse“ fungierte und mit Gerd Bacher die Boulevardzeitung „Express“ gründete, ein gutes Viertel des österreichischen Zeitungsmarktes. Später war er Oscar Bronner bei der Gründung des „Standard“ behilflich.

Sein Fritz Molden Verlag, der in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts Werke namhafter Autoren mit den Schwerpunkten Sachbuch, Memoiren und moderne Belletristik auf den Markt brachte, schlitterte 1982 in den Konkurs. Später war Molden vor allem als Publizist tätig und widmete sich diplomatischen Sonderaufgaben.

Mutter verfasste Text der Nationalhymne

Molden war in vierter Ehe verheiratet und hinterlässt fünf Kinder. Seine Mutter war die Dichterin Paula von Preradovic, die den Text der österreichischen Nationalhymne verfasste. Sein Sohn Ernst machte sich in den vergangenen Jahren einen Namen als Schriftsteller, Komponist und Liedermacher.

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