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Weiße Weihnachten nur alle vier Jahre

Die letzten weißen Weihnachten liegen schon etwas zurück. Zuletzt lag 2010 das ganze Land unter einer geschlossenen Schneedecke. Umgekehrt sorgten 2012 Rekordtemperaturen im zweistelligen Plusbereich für Frühlingsstimmung unterm Tannenbaum. Auch heuer wird es in den Städten wohl nichts mit der weißen Pracht - und auch auf den Bergen wird es warm.

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Ein ausgedehntes Hochdruckgebiet hat sich über Mittel- und Südeuropa ausgebreitet, das in den nächsten Tagen Nebel und Frost in den Niederungen und Sonne und ziemlich hohe Temperaturen auf den Bergen bringt, wie die ORF-Wetterredaktion erklärt.

Mächtiges Hoch schirmt Österreich ab

„Solche mächtigen Hochs erweisen sich speziell im Winterhalbjahr als sehr stabil, da tun sich Fronten schwer, dieses Bollwerk zu durchbrechen“, sagt Wetterexperte Herbert Kartas. Ein Hoch schirmt Österreich auch vor Sturmtiefs ab, die sich derzeit über dem Nordatlantik bilden und vor allem Irland, die britischen Inseln und die norwegische Küste voll treffen. „Damit sind aber auch die Chancen, dass nennenswerter Neuschnee kommt, ziemlich gesunken“, so Kartas

Aus heutiger Sicht wird das Wetter am Heilige Abend in Österreich zweigeteilt: Während im Westen viel Sonne und Temperaturen von bis zu zehn Grad bei föhnigem Südwind erwartet werden, bleibt es im Süden und Osten in tiefen Lagen überwiegend trüb oder nebelig. Aus dem dichten Nebel kann es leicht nieseln, Graupeln können liegen bleiben und so zumindest einen Anschein von Schnee vermitteln.

Sonne auf dem Berg, Nebel im Tal

Am Christtag zeigt sich ein ähnliches Bild. Auf den Bergen gibt es viel Sonne. Der Föhn frischt im Westen auf und kann sogar stürmisch werden. Bis auf 2.000 Meter hinauf werden Plusgrade erwartet. Dennoch bleibt die Chance auf Schnee an den Weihnachtsfeiertagen auf über 1.500 Meter Seehöhe nach den ausgiebigen Schneefällen im November und Anfang Dezember bestehen.

Im Osten und dem Wiener Becken dürfte sich trotz lebhaften Südostwinds der Nebel hartnäckig halten. Bei Temperaturen um die Nullgradmarke kann es aus dem Nebel leicht nieseln oder schneegrieseln. Überall sonst im Land halten sich nur wenige hartnäckige Nebelfelder, und zumindest zeitweise setzt sich die Sonne durch. Im Süden ziehen am Nachmittag Wolken durch, und in Oberkärnten kann es etwas regnen oder schneien.

Schnee zu Weihnachten hat Seltenheitswert

Auch wenn die Erinnerungen manchmal trügen, Schnee zu Weihnachten ist eine Ausnahme - sofern man nicht in Klagenfurt, Innsbruck oder über 1.000 Meter Seehöhe wohnt. Eine Auswertung der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) zeigt, dass es in Wien, Eisenstadt, St. Pölten, Linz, Salzburg, Bregenz und Graz eine geschlossene Schneedecke am 24. oder 25. Dezember seit 1991 nur etwa jedes dritte, vierte Jahr gab.

In Klagenfurt und Innsbruck am öftesten weiß

Dagegen gab es in Innsbruck und Klagenfurt in jedem zweiten Jahr eine geschlossene Schneedecke. In Regionen oberhalb von 1.000 Meter Seehöhe sind weiße Weihnachten fast eine Bank. So gab es etwa auf dem Semmering, in Bad Gastein, in Seefeld, in der Ramsau und in Warth am Arlberg seit 1991 in 80 bis 95 Prozent aller Jahre am 24. oder 25. Dezember eine geschlossene Schneedecke, „also beinahe jedes Jahr“, so der Klimatologe Alexander Orlik gegenüber der APA.

In tieferen Lagen hat eine geschlossene Schneedecke zu Weihnachten in den vergangenen 22 Jahren jedoch eher Seltenheitswert. So liegt die Schneewahrscheinlichkeit in Eisenstadt bei 14 Prozent, in St. Pölten, Linz und Graz bei 27 Prozent. In Salzburg gab es immerhin an einem Drittel der vergangenen Weihnachten Schnee, in Bregenz ist die Wahrscheinlichkeit hinter Klagenfurt und Innsbruck (beide 50 Prozent) mit 36 Prozent am dritthöchsten.

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