Streiks bei Amazon Deutschland werden ausgeweitet

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Im Tarifstreit beim Versandhändler Amazon verschärft die deutsche Gewerkschaft ver.di mitten in der umsatzstarken Vorweihnachtszeit ihre Gangart.

Die Arbeitnehmervertretung rief für heute nicht nur die Beschäftigten in den Versandzentren in Bad Hersfeld und Leipzig zum Streik auf. Erstmals sollen auch die Mitarbeiter am Amazon-Standort Graben protestieren.

Unterstützung in den USA

Nach ver.di-Angaben werden heute zudem mehrere US-Gewerkschaften vor der Amazon-Firmenzentrale in Seattle eine Solidaritätsaktion veranstalten, an dem auch eine Streikdelegation aus Deutschland teilnehmen wird. Darüber hinaus soll morgen eine Protestaktion am Amazon-Standort in Werne stattfinden.

Die Gewerkschaft fordert von dem weltgrößten Internetversandhändler höhere Löhne und tarifliche Regeln, wie sie im Einzel- und Versandhandel üblich sind. Der US-Konzern nimmt aber die Logistikbranche als Maßstab, in der niedrigere Löhne gezahlt werden. Laut Amazon liegen die Mitarbeiter der deutschen Amazon-Logistikzentren mit ihren Einkommen am oberen Ende dessen, was in der Logistikindustrie üblich ist.