USA gedenken der Ermordung von John F. Kennedy
Mit einer Schweigeminute haben Tausende Menschen in Dallas der Ermordung von US-Präsident John F. Kennedy vor 50 Jahren gedacht. An der Dealey Plaza im Zentrum der texanischen Metropole, wo am 22. November 1963 die tödlichen Schüsse auf Kennedy fielen, hielt die Menge um Punkt 12.30 Uhr (Ortszeit, 19.30 Uhr MEZ) bei Nieselregen inne. Bei der Zeremonie wurde auch ein Denkmal enthüllt, auf dem der letzte Absatz der Rede eingraviert ist, die der Präsident an seinem Todestag in Dallas eigentlich halten wollte.
Augenzeugen erinnern sich
Der Bürgermeister von Dallas, Mike Rawlings, sagte in seiner Rede, vor 50 Jahren seien in der texanischen Stadt „Hoffnung und Hass“ aufeinandergetroffen. Unter den Teilnehmern der Gedenkveranstaltung waren auch mehrere Augenzeugen des Attentats. Die 68-jährige Ellen Byrd erinnerte sich, wie sie damals nach ihrer Rückkehr von der Dealey Plaza in ihr Studentenwohnheim die Bestätigung von Kennedys Tod gehört hatte. „Ich fühlte mich so traurig“, sagte sie.
Überall in den USA fanden gstern Kranzniederlegungen und Gedenkveranstaltungen statt, um an das Attentat zu erinnern. Auf dem Nationalfriedhof in Arlington vor den Toren Washingtons strömten den ganzen Tag Menschen zum Grab Kennedys, auf dem eine „ewige Flamme“ im Gedenken an den ermordeten Staatschef lodert. Präsident Barack Obama ordnete an, die Flaggen an allen öffentlichen Gebäuden auf halbmast zu setzen.
Wilde Theorien reißen nicht ab
Auch ein halbes Jahrhundert nach dem Tod des charismatischen Demokraten reißen Verschwörungstheorien über seine Ermordung nicht ab. Obwohl eine Untersuchungskommission bereits kurz nach Kennedys Tod zum Ergebnis kam, dass sein Mörder ein Einzeltäter war, kursierten bald abenteuerliche konspirative Thesen.
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