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0,2 Prozent im Sommer

Nach einer Stagnation im ersten Halbjahr wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Juli bis September im Vergleich zum Vorquartal um 0,2 Prozent, wie das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) am Donnerstag mitteilte.

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Getragen wurde der kleine Anstieg der Wirtschaftsleistung im dritten Quartal von einer leichten Ausweitung der Bruttoanlageinvestitionen und einer höheren Wertschöpfung in der Sachgütererzeugung und dem Bauwesen. Die Konjunkturschwäche betreffe jedoch nach wie vor alle wichtigen Nachfragekomponenten, „der Außenhandel entwickelte sich nach wie vor schwach“.

War die Inlandsnachfrage in den beiden Quartalen davor noch geschrumpft, so zeigten sie im Zeitraum Juli bis September laut WIFO „leichte Besserungstendenzen“. Der Konsum der privaten Haushalte habe die seit Anfang 2012 herrschende Stagnation überwunden und sich im Quartalsabstand real um 0,1 Prozent erhöht. Die zu Jahresbeginn noch rückläufigen Bruttoanlageinvestitionen stiegen im dritten Quartal real ebenfalls um 0,1 Prozent.

Mangel an Exportnachfrage

Wachstumsimpulse kamen laut WIFO auch vom Außenhandel, obwohl die Exportdynamik im dritten Quartal etwas nachließ. Die Exporte expandierten im dritten Quartal nur noch um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal, im zweiten Vierteljahr hatte die Zunahme noch 0,3 Prozent betragen. Die anhaltende Schwäche der Binnennachfrage belastete auch im dritten Quartal den Import, wie in der Vorperiode wuchs er nur um 0,1 Prozent.

Der Mangel an Exportnachfrage und die Investitionszurückhaltung beeinträchtigten laut WIFO im dritten Quartal die Herstellung von Waren, wenngleich nicht mehr so stark wie zu Jahresbeginn. Die Wertschöpfung wuchs gegenüber dem Vorquartal real um 0,3 Prozent.

Auch in der Bauwirtschaft wurde die Wertschöpfung - nach einem Rückgang im ersten Halbjahr - wieder ausgeweitet, und zwar um 0,3 Prozent. Positive Impulse kamen den Experten zufolge auch von den Dienstleistungsbereichen, insbesondere vom Handel und den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen.

Mehr Klarheit kurz vor Weihnachten

Das Update der BIP-Zahlen für das dritte Quartal ist vom WIFO für 10. Dezember geplant. Am 19. Dezember, kurz vor Weihnachten, steht dann die nächste vierteljährliche Konjunkturprognose von WIFO und dem Institut für Höhere Studien (IHS) an. In ihrer Herbstprognose von Anfang Oktober sind die beiden Forschungsinstitute für heuer von real 0,4 bzw. 0,5 Prozent BIP-Plus ausgegangen und für 2014 von einem bereits kräftigeren Wachstum von 1,7 bzw. 1,8 Prozent.

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