Warnung von New Yorks Finanzkontrolleur
Der US-Bundesstaat New York befürchtet ein Abflauen der an der Wall Street erzielten Gewinne. „Die Unfähigkeit in Washington, sich in Haushalts- und Finanzfragen zu einigen, ist schlecht fürs Geschäft“, sagte Finanzkontrolleur Timonas DiNapoli am Dienstag. Nicht zuletzt droht damit der Stadt und dem Bundesstaat New York der Entgang bedeutender Steuereinnahmen.
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Mehrere Großbanken hatten zuletzt insbesondere von schwachem Anleihehandel berichtet. Die Finanzfirmen hätten mit ihren Handelsgeschäften an der Wall Street im ersten Halbjahr 10,1 Mrd. Dollar (7,39 Mrd. Euro) verdient, so DiNapoli. Das sei etwa so viel wie im vergangenen Jahr. Allerdings trübe sich die Lage ein. Für das gesamte Jahr geht er von maximal 15 Mrd. Dollar aus - das wäre ein deutlicher Rückgang zu den 23,9 Mrd. Dollar des Jahres 2012. Entsprechend könnte es zu Einschnitten bei den Boni kommen.
Budgetstreit hallt nach
Neben dem politischen Streit in Washington mit seinen Budgetdeckelungen, erzwungenen Spaßmaßnahmen, Verwaltungsstillstand und möglichem Zahlungsausfall als Folge drückte auch der lange Zeit unklare geldpolitische Kurs der Notenbank Fed auf die Gewinne. Erschwerend hinzu kommen teure rechtliche Streitigkeiten, wie DiNapoli ausführte. So steht Marktführer JPMorgan Chase vor der Zahlung einer Milliardensumme wegen fragwürdiger Hypothekengeschäfte.
Die New Yorker Aktienbörsen schlossen am Mittwoch mit moderaten Abschlägen. Experten verwiesen auf Gewinnmitnahmen nach dem jüngsten Höhenflug. Der positive Effekt für die Kapitalmärkte durch den am Vortag veröffentlichten schwachen Arbeitsmarktbericht sei inzwischen verpufft. Im Fokus standen insbesondere die Quartalsberichte etlicher Unternehmen. Während Boeing dabei optimistisch in die Zukunft blickte, litt der Baumaschinenhersteller Caterpillar unter Absatzproblemem in der Bergbaubranche.
Europas Werte ducken sich wegen EZB-Prüfung
Ebenso stand der Börsentag auf den asiatischen Märkten im Zeichen roter Kurstafeln. Auch die europäischen Leitbörsen gingen am Mittwoch einheitlich mit Verlusten aus dem Handel. Der Euro Stoxx 50 verbilligte sich um 28,61 Einheiten oder 0,94 Prozent auf 3.017,16 Zähler. Marktteilnehmer verwiesen auch hier auf eine Gegenbewegung nach den jüngsten Kursgewinnen.
Bankenwerte gerieten angesichts der von der Europäischen Zentralbank (EZB) geplanten Überprüfung von 124 Geldhäusern im Euro-Raum unter Abgabedruck. Die Prüfung soll im November beginnen und einschließlich eines „Stresstests“ etwa ein Jahr dauern. Im November 2014 soll die EZB dann die Aufsicht über diese Institute übernehmen. Die Währungshüter verlangen von den Instituten eine harte Kernkapitalquote von acht Prozent als Puffer gegen Krisen.
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