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Bedarf steigt, Ärzte werden weniger

Rund 1,4 Millionen Österreicher leiden laut Experten an einer psychiatrischen Erkrankung. Etwa 900.000 nehmen dafür pro Jahr Leistungen der Krankenversicherungen in Anspruch. Auch in den kommenden Jahren ist ein steigender Bedarf an derartigen Leistungen zu erwarten. Laut dem Institut für Höhere Studien (IHS) ist das Gesundheitswesen für diesen Anstieg nicht gewappnet.

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Für das Jahr 2030 ist mit einem Manko von rund 340 Psychiatern (Vollzeitäquivalente) in Österreich zu rechnen, ergab eine 2012 veröffentlichte Psychiater-Bedarfsstudie des IHS. Die Studie war von der Österreichischen Gesellschaft für Neuropsychopharmakologie und Biologische Psychiatrie (ÖGPB) in Auftrag gegeben worden.

Monika Riedl vom IHS und die Koautoren berechneten in mehreren Szenarien den „Psychiatriebedarf“ und mehr oder weniger wahrscheinlich zur Verfügung stehende Fachärzte in diesem Bereich zwischen 2010 und 2030. Aufgrund der demografischen Entwicklung könnten bis 2030 zwischen 20 und 50 Prozent mehr Psychiater benötigt werden als zum Ausgangszeitpunkt der Studie.

Schlimmstenfalls über 400 Ärzte zu wenig

Auf der anderen Seite bedingen laut der Studie die in den kommenden Jahren anstehenden Pensionierungen - das Durchschnittsalter österreichischer Psychiater beträgt „50 plus“ -, weniger Medizinabsolventen (Selektion vor und am Beginn des Studiums) sowie die zu erwartende Abwanderung von ausländischen Absolventen eine Reduktion des Nachwuchses.

Das bedeute in einem optimistischen Ansatz im Jahr 2030 nur noch 1.088 zur Verfügung stehende Psychiater (minus 179 im Vergleich zum Bedarf), in einem Hauptszenario 931 derartige Fachärzte (minus 336) und in einem pessimistischen Szenario nur noch 859 Psychiater (minus 408).

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