Türkei will Benutzung kurdischer Buchstaben erlauben
In der Türkei soll ein weiteres Verbot bei der Benutzung der kurdischen Sprache fallen. Die Verwendung der Buchstaben Q, X und W solle offiziell erlaubt werden, berichteten mehrere türkische Zeitungen heute. Die Buchstaben sind Teil des kurdischen Alphabets, aber nicht des türkischen und waren deshalb seit 1928 offiziell tabu.
Ihre Benutzung wurde auch strafrechtlich verfolgt. Die Legalisierung ist den Berichten zufolge Teil eines umfassenden Reformpakets, das Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan am kommenden Montag vorstellen will.
Das Paket zielt auf eine Wiederbelebung des Friedensprozesses im Kurdenkonflikt, der zuletzt mit dem Stopp des Abzuges der Kämpfer der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) aus der Türkei ins Stocken geraten war. Die PKK und kurdische Politiker verlangen von Ankara konkrete Reformschritte, um die Lage der zwölf Millionen Kurden in der Türkei zu verbessern.