Flächendeckung von 80 Prozent
Die Umwandlung von Österreichs Hauptschulen in Neue Mittelschulen (NMS) schreitet voran. Im Schuljahr 2013/14 kommen 255 Standorte dazu, insgesamt werden es dann 946 sein. Mit einer Flächendeckung von 80 Prozent liege der bis 2015/16 angepeilte Ausbau im Plan, wie Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) erklärte.
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An den teilnehmenden allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS) ändert sich nichts, weiterhin sind nur elf im Schulversuch mit dabei. Für Schmied ist das aber auch nur eine Frage der Zeit: einerseits, weil die NMS für sie nur eine Etappe auf dem Weg zur gemeinsamen Schule der Zehn- bis 14-Jährigen ist, andererseits, weil die neue Pädagogenausbildung, der Master für alle und das neue Dienstrecht die Zweiklassengesellschaft der Lehrer beenden werde, wie sie betonte.
Flächendeckung in Vorarlberg
Die meisten umgewandelten Hauptschulen kommen heuer in der Steiermark hinzu, nämlich 60. Dahinter folgen Oberösterreich (52), Niederösterreich (50), Wien (49), Tirol (24), Salzburg (15), Kärnten (4) und das Burgenland (1). In Vorarlberg ist der Vollausbau bereits vollzogen. Insgesamt wird es an den österreichweit 946 NMS-Standorten des Schuljahrs 2013/14 5.811 Klassen mit mehr als 118.890 Schülern geben.
Für Schmied „Herzensanliegen“
„Die NMS ist mir ein Herzensanliegen“, sagte Schmied, verwies auf die individuelle Förderung der Schüler nach ihren Potenzialen und ließ Kritik nicht gelten. „Wenn von Einheitsbrei die Rede ist, ist das echt eine Beleidigung einer neuen Lern- und Arbeitskultur.“
Auch Schuldirektorinnen kamen zu Wort. Johanna Schwarz von der NMS Mattersburg (schon 2008 in der ersten Generation mit dabei) betonte die neue Teamkultur („Lehrer als Einzelkämpfer geht nicht mehr“) und den offenen Umgang mit den Bedürfnissen der Kinder. „Man gibt sie nicht mehr in Schubladen“, die Förderung über alle vier Jahre gelinge besser. Zita Schatzl (NMS Himberg) unterstrich die Mentorenfunktion der Lehrer in der NMS. „Ziel ist das kompetente Kind, das sich seines Könnens bewusst ist.“ Auch sie lobte die Teamarbeit. „Das Zwei-Lehrer-System ist ein Geschenk, eine großartige Sache“, sagte die Direktorin.
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