Frau aus Auto gezerrt
Auf dem Weg zur Beerdigung ihrer Schwester ist eine junge Polizistin im Osten Indiens von mehreren Männern vergewaltigt worden. Wie lokale Medien am vergangenen Sonntag berichteten, hatten die mit Äxten bewaffneten Räuber die Familie des Opfers auf der Straße im östlichen Bundesstaat Jharkhand angehalten.
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Sie hatten die Straße mit Felsen blockiert und somit die zwei Wagen der Familie zum Anhalten gezwungen. Die Täter raubten demnach bei der Tat vor gut einer Woche 10.000 Rupien (116 Euro) und zerrten dann die junge Frau aus dem Auto. Einige Täter vergingen sich an der Polizistin, während andere ihre Familie bedrohten.
Verdächtige in Haft
Die Männer hätten die Familie mit dem Tod bedroht, trotz aller Bitten hätten sie nicht von der Frau abgelassen, hieß es. Laut Polizei seien fünf Verdächtige bereits in Haft. Es seien Jugendliche mit einschlägigen Vorstrafen, berichtete „Times of India“. Noch seien die Ermittlungen aber nicht abgeschlossen. Die Bande hatte in der Nacht insgesamt elf Autos angehalten und die Insassen ausgeraubt, hieß es weiter.
Leiche der Schwester überführt
Die Familie - die Eltern und die beiden kleinen Töchter des Vergewaltigungsopfers, zwei Schwestern sowie deren Ehemänner - überführte gerade die Leiche einer weiteren Schwester, die vor einigen Tagen in der Hauptstadt Ranchi ermordet worden war, in ihren Heimatort, um sie dort zu bestatten, so die Zeitung „The Hindu“. Sie sei gemeinsam mit ihrem Mann getötet worden, ihr zweijähriges Kind habe überlebt, berichtete der Vater der Zeitung.
Polizeidienst nach Tod des Ehemanns
Das war nicht der einzige Schicksalsschlag, den die Familie hinnehmen hat müssen: Die an Malaria erkrankte Polizistin begann erst im April vergangenen Jahres die Arbeit bei den Sicherheitskräften. Das Jobangebot hatte sie erhalten, nachdem ihr Ehemann im Dezember 2011 gemeinsam mit neun weiteren Polizisten bei einem Anschlag auf den Konvoi eines Parlamentariers getötet worden war. Eine maoistische Gruppe wurde für das Bombenattentat verantwortlich gemacht, der Politiker Inder Singh Namdhari überlebte.
Strafen verschärft
Unter dem Druck der Öffentlichkeit verschärfte die Regierung das Strafmaß für Vergewaltigungen. Danach kann nun die Todesstrafe verhängt werden, wenn das Opfer aufgrund der Misshandlung stirbt. Dennoch sorgten in den vergangenen Monaten weitere Vergewaltigungsfälle in Indien für Aufsehen. Aktivistinnen werfen Polizei, Justiz und Politik vor, nicht hart genug gegen Gewalt an Frauen vorzugehen, die in Indien oft als Menschen zweiter Klasse behandelt werden.
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