Bucher mit „handverlesener Auswahl“
BZÖ-Obmann und Spitzenkandidat Josef Bucher tritt bei der Nationalratswahl mit der von ihm ausgewählten „Next Generation“ an. Es handle sich dabei um eine „handverlesene Auswahl“ an Persönlichkeiten, sagte Bucher am Montag. Altgediente Orange wie Stefan Petzner, Ewald Stadler und die Schwester des verunglückten Parteigründers Jörg Haider, Ursula Haubner, finden sich darauf nicht mehr.
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Das Wahlziel von „fünf Prozent plus“ sei mit diesem Team „in greifbarer Nähe“, so Bucher bei der Kandidatenpräsentation. Als Spitzenkandidat tritt Bucher selbst an, auf Platz zwei folgt Bündniskoordinator Markus Fauland. Unter den Top Drei findet sich dann wie angekündigt eine Frau, nämlich die Jungunternehmerin Michaela Hatvan aus Niederösterreich.
Kaum Mandatare auf den ersten zehn Plätzen
Auf Platz vier kandidiert der Rechtsanwalt und orange Vertreter im ORF-Stiftungsrat, Alexander Scheer. Ihm folgen die Vorsitzende von Familien Zukunft Österreich, Heidrun Tscharnutter, und auf Platz sechs der Bündnissprecher und oberösterreichische Spitzenkandidat Rainer Widmann.

APA/Helmut Fohringer
Neue Gesichter beim BZÖ
Die weiteren Kandidaten sind Thomas Publig, ein Kardiologe, die Tiroler Unternehmerin Maria Hafele und der geschäftsführende Kärntner Landesobmann Sigisbert Dolinschek. Auf Platz zehn kandidiert die Steirerin Silvia Barones, auf elf und zwölf die Nationalratsabgeordneten Wolfgang Spadiut und Kurt List. Unter den ersten zehn Plätzen finden sich mit Bucher, Widmann und Dolinschek nur drei derzeitige Nationalratsmandatare.
Petzner und Stadler auf Landeslisten
Lediglich auf Landeslisten kandidieren etwa Petzner (zweiter Platz in Kärnten) und Stadler (erster Platz in Niederösterreich). Haubner scheine „auf eigenen Wunsch“ erst weiter hinten auf (15), das sei mit ihr so besprochen, so Bucher. Petzner und Stadler befinden sich „beide an aussichtsreichen Positionen“ in den Bundesländern, auch mit diesen zweien sei vor der Listenerstellung gesprochen worden, meinte der Parteiobmann.
Der steirische Spitzenkandidat und Abgeordnete Gerald Grosz kandidiert laut Fauland auf der Bundesliste auf Platz 19, Ex-Verteidigungsminister Herbert Scheibner erst auf dem 25. Peter Westenthaler kandidiert wie von ihm selbst angekündigt nicht mehr für den Nationalrat.
„Next Generation“ statt „Altlasten“
Ob er mit dieser Liste „Altlasten loswerden“ wolle, beantwortete Bucher „als Optimist und Realist positiv formuliert“: „Hinter mir steht die neue Mannschaft.“ Es sei zudem wichtig, dass sich eine Partei immer wieder erneuere und neuen Persönlichkeiten eine Chance biete.
„Das ist die ‚Next Generation‘ des BZÖ“, startete Bucher die Präsentation. Die Kandidatenliste wurde von ihm selbst zusammengestellt, es handle sich um „ehrliche, saubere und mit Kompetenz ausgestattete“ Persönlichkeiten, so der Parteichef. Er sagte weiters, mit diesem neuen Team könne man „alles hinter uns lassen, was in der Vergangenheit vielleicht für Irritationen gesorgt hat“.
Hoffen auf fünf Prozent und mehr
Sie sei zudem „ausgewogen“, alle Berufsstände und Lebenssituationen fänden sich darauf. Es sind „keine Ex-Missen oder Buffettiger von VIP-Listen“, meinte Bucher in Anspielung auf die Mitbewerber: „Es sind Menschen mit Anstand und Charakter, die etwas geleistet haben. So eine Mannschaft hat Österreich verdient.“ Die Partei setze sich für mehr Steuergerechtigkeit und ein besseres Bildungssystem ein. Die Liste wurde am Montagvormittag im Innenministerium eingereicht.
„Das Wahlergebnis von fünf Prozent plus ist in greifbarer Nähe und mehr als wahrscheinlich mit solchen Kandidaten“, so Bucher. Mit der Frage, ob er im Fall des Nichteinzugs sein Kärntner Landtagsmandat annehmen werde, beschäftige er sich heute nicht, bekräftigte er.
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