Monsanto darf in Frankreich genmanipulierten Mais anbauen

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Der US-Konzern Monsanto darf in Frankreich seinen genmanipulierten Mais MON810 anbauen. Das oberste Verwaltungsgericht, der Staatsrat, hob gestern ein von der Regierung ausgesprochenes Verbot auf. Die Richter gaben dem Konzern mit ihrem Urteil zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren Recht.

Nach Ansicht des Gerichts lässt das EU-Recht nur im äußersten Notfall oder bei großen Risiken für Gesundheit und Umwelt ein Verbot zu. Die Regierung hatte das Anbauverbot mit Gefahren für die Umwelt begründet. Das sah das Gericht nicht als gegeben an.

Landwirtschaftsminister Stephane Le Foll und Umweltminister Philippe Martin erinnerten in einer gemeinsamen Erklärung an den Einsatz der sozialistischen Regierung für eine Reglementierung von gentechnisch veränderten Aussaaten, „um Umwelt- und Wirtschaftsrisiken für andere Kulturen und für die Bienenzucht zu verhindern“. Beide wiesen daher ihre Behörden an, nach neuen Möglichkeiten zu suchen, um einen dauerhaften Regelungsrahmen hinsichtlich dieser Ziele zu schaffen.