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Tödliches Ende einer Pilgerfahrt

Ein voll besetzter Reisebus ist Sonntagabend auf einer Autobahn in der Nähe der süditalienischen Metropole Neapel in einen Stau gerast. Anschließend stürzte er von einer Brücke rund 30 Meter in die Tiefe. Laut Verkehrsminister Maurizio Lupi wurden bisher 39 Tote geborgen, weitere Opfer werden befürchtet.

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Der Reisebus rammte auf dem Rückweg von einem Ausflug nahe der Stadt Avellino in der Region Kampanien auf der Autobahn mehrere Autos, bevor er die Leitschienen durchbrach und von der Brücke in eine Schlucht stürzte, wo er in unwegsamem Gelände liegen blieb, berichtete die Nachrichtenagentur ANSA. Unter den Opfern sind demnach auch viele Kinder.

Kinder unter Schwerverletzten

Der verheerende Crash ereignete sich auf der Autobahn Neapel - Bari zwischen Monteforte Irpino und Baiano. Insgesamt sollen knapp 50 Menschen mit dem Bus unterwegs gewesen sein. Wie italienische Medien berichteten, handelte es sich um eine Pilgerreise. Die Opfer sollen aus den Orten Giugliano, Mugnano und Marano in der Nähe von Neapel stammen. Die Überlebenden wurden mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser in Neapel gebracht. ANSA zufolge sind unter ihnen sechs Kinder, von denen sich zwei Montagfrüh noch in kritischem Zustand befanden.

Zugwrack und Feuerwehrmann

APA/AP/Gregorio Borgia

Der Reisebus wurde bei dem 30-Meter-Sturz völlig zerstört

Schwierige Bergung

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich wegen des unwegsamen Geländes schwierig. Helfer bargen Dutzende Leichen aus dem Wrack des Busses. Drei weitere Tote wurden unter dem völlig zerstörten Fahrzeug gefunden. An der Unfallstelle wurden die Leichen zunächst mit Tüchern bedeckt auf der Straße aufgereiht. Berichten zufolge ist auch der Busfahrer unter den Toten.

Montagfrüh wurden Särge mit den Opfern in eine Schule in Monteforte Irpino gebracht, wo auch die Angehörigen Gelegenheit haben sollten, Abschied zu nehmen. Warum der Bus gegen 20.30 Uhr so schnell auf das Stauende auf der A16 auffuhr, war zunächst nicht bekannt.

Geplatzter Reifen als Ursache?

Laut Aussagen von Überlebenden soll ein Reifen auf der linken Seite des Fahrzeuges geplatzt sein, während der Bus auf einem Viadukt der Autobahn unterwegs war. Der Busfahrer habe demnach vergebens versucht, das Fahrzeug zu bremsen. Der steile Viadukt, auf dem auch Bauarbeiten im Gange waren, gilt als gefährlich. Hier war es schon öfters zu tödlichen Unfällen gekommen, berichteten italienische Medien. Die Autobahn blieb nach dem Unfall stundenlang gesperrt.

ANSA berichtete am Montag, die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft von Avellino erstreckten sich nicht nur auf ein mögliches Verschulden des bei dem Unfall ums Leben gekommenen Fahrers, sondern auch auf den Zustand des Busses sowie der Seitenbegrenzung der Brückenstraße, die der Bus durchbrochen hatte. Die Leiche des Busfahrers soll außerdem auf Alkohol und Drogen untersucht werden, wie italienische Medien berichteten. Die Unterlagen zu dem Unfallfahrzeug habe die Polizei bereits beim Busunternehmen Mondotravel beschlagnahmt.

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