Gewaltaufruf? Berliner Bürgermeister zeigt Bushido an
Der deutsche Rapper Bushido muss wegen schwulenfeindlicher und gewalttätiger Passagen in einem neuen Lied mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.
Berlins Bürgermeister, Klaus Wowereit (SPD), werde am Montag Strafanzeige stellen, sagte der stellvertretende Senatssprecher Bernhard Schodrowski gestern. Außerdem würden weitere rechtliche Schritte geprüft wie Unterlassung oder die Forderung einer Geldstrafe. Über die Strafanzeige hatte zuvor die „Bild“-Zeitung berichtet.
„Song ist Aufruf zu Gewalt und Mord“
Grünen-Fraktionschefin Renate Künast forderte die Staatsanwaltschaft auf, mit der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens ein Zeichen zu setzen. „Bushido hat die Grenzen des Rechts überschritten. Sein Song ist ein eindeutiger Aufruf zu Gewalt und Mord“, sagte sie der „Bild am Sonntag“.
Der integrationspolitische Sprecher der FDP, Serkan Tören, will nach Informationen der „Berliner Morgenpost“ (Samstag-Ausgabe) Strafantrag stellen. Das Video sei „voller Hass“. Der grüne Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck forderte laut „Handelsblatt“, Bushido den Integrations-Bambi abzuerkennen, den ihm der Burda Verlag 2011 verliehen hatte.
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