Offiziell „kritisch, aber stabil“
Die südafrikanische Regierung hat Berichten widersprochen, wonach sich der schwerkranke frühere Präsident Nelson Mandela in einer Art Wachkoma befindet. Der Zustand des 94-Jährigen sei „kritisch, aber stabil“, erklärte die Regierung in der Nacht zum Freitag.
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In einem der Gerichtsdokumente hatte ein Anwalt der Familie Mandelas zuvor erklärt, dieser befinde sich in einem „dauerhaften vegetativen Zustand“.
Machtwort des Präsidenten
Die Ärzte hätten dementiert, dass das zutreffe, teilte die Regierung nun mit. „Wir bekräftigen unsere frühere Mitteilung vom Nachmittag - nachdem ihn Präsident Jacob Zuma Madiba im Krankenhaus besuchte -, dass sich Mandela in einem kritischen, aber stabilen Zustand befindet“, hieß es in der nächtlichen Erklärung unter Verwendung von Mandelas Stammesnamen.
In einem der Nachrichtenagentur AFP vorliegenden gerichtlichen Dokument vom 26. Juni hatte ein Anwalt der Familie Mandelas erklärt, die Ärzte hätten der Familie geraten, die lebenserhaltenden Maßnahmen abzubrechen. Die Angehörigen erwägten diese Option, um Mandelas Leiden nicht zu verlängern.
Seit 8. Juni im Krankenhaus
Mandela war am 8. Juni wegen einer schweren Lungenentzündung in ein Krankenhaus in Pretoria eingeliefert worden. Sein Zustand gilt als lebensbedrohlich. Wegen seines Kampfes gegen das rassistische Apartheidsystem saß Mandela 27 Jahre in Haft. Im Jahr 1994 wurde er zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt und blieb bis zum Jahr 1999 im Amt.
Bis heute wird Mandela als Vater des modernen Südafrikas verehrt. Über seinen Gesundheitszustand gibt es seit der Einlieferung in die Klinik täglich neue Spekulationen. Denis Goldberg, ein früherer Mitgefangener Mandelas, der ihn am Montag besucht hatte, sagte AFP, der Ex-Präsident sei bei Bewusstsein gewesen, habe die Augen geöffnet und ihn erkannt.
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