Wie Gas in die EU kommen soll
Die Europäische Union will für ihre Gaslieferungen eine zu große Abhängigkeit von einzelnen Transportwegen vermeiden. Doch zwei Pipelines vermehren dadurch die Abhängigkeit von russischem Gas. Die Pipelineprojekte im Überblick:
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- „South Stream“ plant der russische Gasmonopolist Gasprom gemeinsam mit der italienischen ENI. Die BASF-Tochter Wintershall ist an dem Projekt ebenfalls beteiligt, genauso der französische Energiekonzern EdF. Die Pipeline soll von der russischen Küste durch das Schwarze Meer bis nach Bulgarien und von dort aus nach Ungarn und Kroatien sowie nach Slowenien und Italien führen. Die Kosten betragen rund 16 Milliarden Euro. Die Kapazität soll ab 2019 jährlich bei etwa 63 Milliarden Kubikmetern liegen. Von der russischen Schwarzmeerküste führt bereits die Gasleitung „Blue Stream“ in die Türkei.
- „Nord Stream“ hat Gasprom mit Partnern aus Deutschland, den Niederlanden und Frankreich schon in Betrieb genommen. Durch zwei Stränge dieser 1.224 Kilometer langen Pipeline fließt bereits Gas, Gasprom kündigte konkrete Planungen für zwei weitere Rohre durch die Ostsee an. Jährlich können durch die Leitung, die vom russischen Wiborg durch die Ostsee bis Lubmin bei Greifswald verläuft, 55 Milliarden Kubikmeter Gas gepumpt werden - genug für 26 Millionen Haushalte. Die Baukosten liegen bei geschätzten 7,4 Milliarden Euro. Kreml-Chef Wladimir Putin hatte mit Blick auf den Ausstieg Deutschlands aus der Kernenergie erklärt, „Nord Stream“ werde eine Leistung von elf Atomkraftwerken haben.