Besonders in China boomt Geschäft
Die Vorliebe der Chinesen für teure Waren hat der britischen Luxusmarke Burberry einen überraschend hohen Umsatz beschert. Wie das Management Ende Mai mitteilte, stieg der Vorsteuergewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr per Ende März um 14 Prozent auf umgerechnet 504 Mio. Euro.
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Zwar sei die Zahl der Kunden in wichtigsten Markt China gesunken, die Reichen der Volksrepublik hätten aber mehr für ihre Einkäufe ausgegeben. Noch im September hatte Burberry die gesamte Luxusindustrie mit einer Warnung vor der geringeren Kauflust der Chinesen geschockt.
Umsätze steigern, Kunden anlocken
Auf vergleichbarer Verkaufsfläche lag das Umsatzplus bei sieben Prozent, mit zweistelligen Wachstumsraten in China und Hongkong. Im laufenden Geschäftsjahr will der für seine Karomuster bekannte Hersteller von Bekleidung und Accessoires durch neue Geschäfte den Einzelhandelsumsatz im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich steigern.
Im globalen Geschäft stellt sich Burberry im laufenden Geschäftsjahr zunächst aber auf einen Durchhänger ein. Grund ist eine strategische Umstellung: Burberry will das Hauptaugenmerk von Europa und Nordamerika weg stärker in die boomenden, luxushungrigen Märkte Asiens und Lateinamerikas lenken. Und dort setzt das Unternehmen vermehrt auf eigene Boutiquen. Diese sollen die Zahl der Kunden dann wieder kräftig ankurbeln.
Schwaches Plus bei LVMH
Zuletzt hatten dagegen die Zahlen des französischen Luxuswarenkonkurrenten LVMH, der Firmen wie Louis Vuitton, Christian Dior, Marc Jacobs und Moët & Chandon unter seinem Dach beherbergt, die Anleger enttäuscht. Mit einem Umsatzwachstum von drei Prozent fiel das Plus der Mode- und Ledersparte so niedrig wie zuletzt 2009 aus. Auch im Vergleich zu anderen Luxusmarken steht Burberry offenbar gut da: Bei einer Reuters-Umfrage unter 23 Markenherstellern wie Gucci, Hermes und Jimmy Choo berichtete jeder zweite Händler von einer gesunkenen Nachfrage durch Touristen, vor allem aus Asien.
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