Von Konservativen geprägtes Feld
Am Freitag wird im Iran der siebente Präsident der Islamischen Republik gewählt. Zunächst erhielten acht von zunächst rund 680 Kandidaten eine Approbierung vom Wächterrat. Nach dem Rückzug eines Konservativen und eines Reformers stehen noch sechs Kandidaten zur Wahl. Nachfolgend ein Überblick:
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Ali Akbar Welajati wird von Beobachtern als einer der Favoriten der Wahl betrachtet. Als „rechte außenpolitische Hand“ von Ajatollah Ali Chamenei, wie er wegen seines Postens als Chefberater im Büro des obersten religiösen Führers genannt wird, ist ihm der Rückhalt der geistlichen Elite sicher.

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Ali Akbar Welajati
Der Ex-Außenminister hat jahrzehntelange Erfahrungen auf dem internationalen Parkett und gilt als Pragmatiker. Im Atomstreit setzt der 67-jährige Kinderarzt auf eine „kalkulierte Diplomatie“ und will keine weitere Eskalation mit dem Westen. Trotz seiner konservativen Ansichten will Welajati „vieles anders und besser machen“ als der scheidende Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Dazu gehört auch die Verbesserung der Beziehungen des Iran zu seinen Nachbarn und zur EU.
Said Dschalili:: Als einer der jüngsten unter den Kandidaten wird der 47-Jährige als Geheimfavorit gehandelt. Der Hardliner, der sich als Atomchefunterhändler von Präsident Ahmadinedschad stets als „Zionisten-Hasser“ präsentiert hat, könnte sowohl die Stimmen von Ahmadinedschad-Anhängern als auch die von erzkonservativen Wählern bekommen.

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Said Dschalili
Dschalili, der studierter Politologe ist, verlor im Iran-Irak-Krieg (1980 bis 1988) einen Teil seines rechten Beines. Sein Motto „Nur ja keine Zugeständnisse an den Westen und weder Kompromisse noch Nachgiebigkeit im Atomstreit“ prägte seine Zeit als Atomunterhändler. Die Hardliner und die Ultrakonservativen sehen in Dschalili einen würdigen Nachfolger für Ahmadinedschad. Als ehemaliger Bürochef von Chamenei und als Chef des Nationalen Sicherheitsrates genießt er auch dessen Vertrauen.
Mohammed Bagher Ghalibaf: Er ist vor allem im Ballungsraum Teheran beliebt. Als Bürgermeister Teherans schätzt ihn die Bevölkerung als „Mann für das Praktische“ und als „Macher“.

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Mohammed Bagher Ghalibaf
Der 51-jährige General und Kriegsveteran ist einer der konservativen Kandidaten im Rennen um die Nachfolge von Ahmadinedschad. Sein rigoroser Einsatz gegen den Drogenhandel in seiner Funktion als Polizeichef verschaffte ihm 2005 den Bürgermeistersessel der iranischen Hauptstadt.
Hassan Rouhani: Der ehemalige iranische Atomchefunterhändler gilt zwar nicht als Reformer, ist aber ein Kandidat des Reformlagers. Nach acht Jahren politischer Abstinenz will er als Präsident ein Ende der internationalen Isolation des schiitischen Gottesstaates erreichen.

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Hassan Rouhani
Sein Wahlslogan ist „Besonnenheit und Hoffnung“. Der moderate Pragmatiker will mit seiner Erfahrung als ehemaliger Chefunterhändler den Atomstreit mit dem Westen lösen. Der 64-Jährige kann vor allem damit trumpfen, dass der Iran unter seiner Leitung 2005 kurzfristig seine Urananreicherung stoppte.
Mohsen Resaei: Der 59-jährige Sekretär des Schlichtungsrates war bereits 2009 Kandidat. Resaei war von 1981 bis 1997 Kommandant der Revolutionsgarden. Resaei gilt Beobachtern zufolge als gemäßigter Konservativer.

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Mohsen Resaei
Mohammed Gharasi: Der Außenseiterkandidat Gharasi war zwischen 1981 und 1985 Erdölminister und im Anschluss bis 1997 Minister für Post und Telekommunikation.

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Mohammed Gharasi
Reformer wirft Handtuch
Unmittelbar vor der Wahl zog sich mit Resa Aref einer der letzten reformorientierten Kandidaten zurück. Mit dem Verzicht auf seine Kandidatur folgte der einstige Vizepräsident einer Aufforderung von Ex-Präsident Mohammed Chatami. „Als Chef der Reformbewegung“ habe Chatami ihm erklärt, dass das Aufrechterhalten der Kandidatur nicht im Sinne der Reformbewegung sei. „Rouhani ist von nun an der Kandidat des Reformlagers“, hieß es nach Arefs Rückzug in einer Erklärung des Konsultativrates, der Moderate und Reformer vereint.
Bereits zuvor hatte sich der konservative Kandidat Gholam Ali Haddad Adel aus dem Rennen zurückgezogen. Mit seiner Entscheidung wolle er den Sieg der Konservativen bei der Wahl sichern, so Haddad Adel in einer im iranischen Staatsfernsehen verlesenen Erklärung.
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