Syrien: UNO startet Rekordspendenaufruf
Die Vereinten Nationen haben um insgesamt fünf Milliarden Dollar für notleidende Syrer gebeten und damit den größten internationalen Hilfsappell aller Zeiten gestartet.
„Von den Geldern, um die wir bitten, hängt das Überleben leidender Syrer ab“, betonte der UNO-Hochkommissar für Flüchtlinge, Antonio Guterres, gestern bei der Vorstellung des Aufrufs an die internationale Gemeinschaft in Genf.
Bis Jahresende schätzen die UNO-Organisationen die Zahl der im Land auf Hilfe angewiesenen Syrer auf 6,8 Millionen. Zugleich werde voraussichtlich die Zahl der Flüchtlinge im Ausland von derzeit 1,6 Millionen auf 3,45 Millionen steigen - damit ist insgesamt etwa die Hälfte der Bevölkerung Syriens betroffen.
Syrische Armee verfolgt Rebellen bei Kusseir
Nach der Eroberung der Provinzstadt Kusseir versucht die syrische Armee die Aufständischen weiter aus der Region an der Grenze zum Libanon zu verdrängen. Wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London mitteilte, lieferten sich beide Seiten im Morgengrauen Gefechte nahe dem Dorf Dabaa nördlich von Kusseir.
Demnach beteiligten sich erneut Kämpfer der schiitischen Hisbollah-Miliz aufseiten der Regierungsarmee an den Auseinandersetzungen. Syrische Staatsmedien meldeten, Dabaa sei von den Regierungskräften eingenommen worden. Ein Fernsehsender der Hisbollah strahlte ein Interview mit einem syrischen General aus, dem zufolge Dabaa „befreit“ sei.