Russland und China einigen sich auf Öllieferungen
Russland will seine Lieferungen von Erdöl nach China in den kommenden Jahren vervielfachen. Die Energiekonzerne Rosneft und CNPC unterzeichneten gestern bei einem Treffen des neuen chinesischen Präsidenten Xi Jinping mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin in Moskau einen entsprechenden Vertrag.
Die Vereinbarung sehe Lieferungen von bis 31 Millionen Tonnen Öl pro Jahr vor, sagte Rosneft-Chef Igor Setschin. Dabei blieb unklar, ob diese Zahl die bisher jährlich gelieferten 15 Millionen Tonnen beinhaltet oder zu diesen hinzukommt.
Auch bei Gaslieferungen wurde nach jahrelangen Verhandlungen ein Durchbruch erzielt. Der russische Staatskonzern Gasprom und das chinesische staatliche Unternehmen CNPC einigten sich in einem Memorandum grundsätzlich auf einen Kontrakt mit 30 Jahren Laufzeit.
Russland ist der weltgrößte Energielieferant der Welt, China der weltgrößte Energieverbraucher. Moskau ist seit längerem bemüht, neue Abnehmer für sein Öl und Gas zu finden, das sonst zu großen Teilen nach Europa geliefert wird. Mit China ist auch ein neuer Vertrag über russische Gaslieferungen geplant. Dieser scheiterte bisher aber an einem Streit über den Preis.