EZB erwartet schärfere Rezession

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Die Europäische Zentralbank (EZB) sagt der Euro-Zone in diesem Jahr eine tiefere Rezession voraus als bisher befürchtet. Das Bruttoinlandsprodukt der gesamten Währungsunion werde voraussichtlich um 0,5 Prozent fallen, hieß es in den gestern veröffentlichten Projektionen der EZB-Ökonomen. Noch im Dezember hatte die EZB mit einem Minus von 0,3 Prozent gerechnet. Drei Monate zuvor hatte sie noch ein Plus von 0,5 Prozent prognostiziert.

Im Verlauf des Jahres sollte sich die Wirtschaft allmählich erholen, sagte EZB-Präsident Mario Draghi in Frankfurt. Die Geldpolitik der EZB sei konjunkturstimulierend. 2014 könnte es nach Einschätzung der Zentralbank dann ein Wachstum von 1,0 (Dezember-Prognose: 1,3) Prozent geben.

Inflation soll zurückgehen

Entspannung erwartet die EZB weiterhin an der Preisfront. Die Inflationsrate soll in diesem Jahr im Schnitt auf 1,6 Prozent fallen - von 2,5 Prozent im vergangenen Jahr. Damit würde es nach EZB-Definition stabile Preise geben, die sie bei Werten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet sieht. Für 2014 werden 1,3 Prozent vorhergesagt.

Draghi hat sich zudem zur Troika der Euro-Retter bekannt. „Die Troika funktioniert sehr gut“, sagte Draghi. Die EZB habe Mehrwert in die Dreiergruppe mit der EU-Kommission und dem Internationalen Währungsfonds eingebracht. Zudem gebiete die geldpolitische Verantwortung, dass die Notenbank Mitglied der Gruppe sei, betonte Draghi.

Leitzins bleibt bei 0,75 Prozent

Die EZB hält den Leitzins im Euro-Raum wie erwartet auf dem Rekordtief von 0,75 Prozent. Obwohl die Unsicherheit nach der Wahl in Italien wieder gestiegen ist und die Euro-Zone weiter in der Rezession steckt, hatten die meisten Volkswirte mit der abwartenden Haltung der Währungshüter gerechnet.