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Neue Konkurrenz sorgt für Bewegung

Samsung, Google und Apple dominieren den Mobilfunkmarkt derzeit, doch im Hintergrund wächst neue und starke Konkurrenz heran. Bei der Mobilfunkmesse in Barcelona, dem Mobile World Congress, werden chinesische Hersteller und neue Betriebssysteme wie Firefox OS besonders viel Aufmerksamkeit bekommen.

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Apple, das mit dem iPhone vor über fünf Jahren den Umbruch der Handybranche anstieß, schöpft derzeit noch den Löwenanteil der Profite ab. Das Google-Betriebssystem Android mit Samsung als Fahnenträger dominiert bei den Marktanteilen - doch wie Apple und Google eben auch schon zeigten, kann sich auf dem Handymarkt binnen kürzester Zeit alles verändern.

Oberfläche des mobilen Firefox-Betriebssystems von Mozilla

Mozilla

Firefox OS für Handys

Betriebssysteme gehen ins Netz

Ab Montag werden in Barcelona bei der Mobilfunkmesse neue Rivalen ihren Anspruch auf einen Platz auf dem heiß umkämpften Markt anmelden. Das sind zum Beispiel neue Betriebssysteme wie das Firefox-Betriebssystem der Mozilla-Stiftung, die auch hinter dem populären Internetbrowser steht. Demnächst kommen erste Geräte mit dem Internet-basierten System zunächst in Lateinamerika auf den Markt.

Ubuntu hat ebenfalls ein Betriebssystem für Smartphones und auch Tablets vorgestellt. Eine erste Testversion wurde am 21. Februar veröffentlicht und soll auch in Barcelona präsentiert werden. Das einst von Nokia und Intel verworfene Betriebssystem MeeGo soll unter dem Namen Jolla ein neues Leben bekommen.

Chinesische Hersteller holen auf

Der Optimismus der vermeintlichen Außenseiter hat einen Grund: Mittlerweile werden Smartphones weltweit gefragt und gekauft. In diesem Jahr sollen erstmals rund eine Milliarde Smartphones verkauft werden. Dabei stehen vor allem Asien, Afrika und Südamerika im Fokus der Anbieter, die anderen Märkte sind zum größten Teil schon gesättigt. China ist bereits der größte Smartphone-Markt der Welt. Und in diesen Regionen sind vor allem günstige Smartphones gefragt.

Von dem Boom profitieren auch chinesischer Hersteller wie Huawei und ZTE. Huawei stieß zum Jahresende 2012 erstmals auf den dritten Platz der Smartphone-Hersteller nach Samsung und Apple vor. Experten sehen gute Chancen, dass die Chinesen sich in den Top Drei verankern können. „Wir werden in diesem Jahr einen riesigen Schub an günstigen Android-Smartphones sehen“, so Analystin Annette Zimmermann vom Marktforscher Gartner. Die Devise sei: „Smartphones für die Massen.“

Android dominiert Markt

Android lag Marktforschern zufolge zuletzt bei 70 Prozent Marktanteil bei Smartphones, Apple bei gut 20 Prozent. Alle anderen Systeme, darunter Windows Phone und BlackBerry, müssen sich den Rest teilen.

Nikolaus Mohr von der Unternehmensberatung Accenture glaubt, dass es nicht bei günstigen Geräten bleiben wird. „Ich gehe davon aus, dass bei Huawei und ZTE Geräte dabei sind, die mit Geräten etablierter Hersteller wie Samsung oder HTC problemlos mithalten können“, sagt er. „Viele etablierte Anbieter werden sich warm anziehen müssen.“ Neben den Chinesen stehen auch Neulinge wie das russische YotaPhone mit zwei Bildschirmen in den Startlöchern.

Nokia und BlackBerry wollen mitspielen

Es könnte spannend werden, denn auch die einstigen Smartphone-Könige Nokia und BlackBerry wollen nicht aufgeben. Den Finnen stärkt der milliardenschwere Windows-Riese Microsoft mit seiner Marktmacht und dem Betriebssystem Windows Phone den Rücken, bei BlackBerry setzt der deutsche Chef Thorsten Heins auf ein neues Betriebssystem, das auch in Autos und in der Gesundheitstechnik eingesetzt werden kann.

Die aktuellen Spitzenreiter halten sich in Barcelona hingegen vornehm zurück: Google macht weniger Werbung für Android, Samsung wird wohl darauf verzichten, dort seinen nächsten iPhone-Jäger Galaxy S4 vorzustellen. Und Apple blieb solchen Messen schon immer fern.

Andrej Sokolow, dpa

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