Nach Regierungsrücktritt: Proteste in Bulgarien gehen weiter

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Tausende Demonstranten sind in Bulgarien auch nach dem Rücktritt der Regierung wieder auf die Straße gegangen, um gegen hohe Strompreise und ausländische Monopole zu protestieren. In der Hauptstadt Sofia blockierten sie gestern Abend die wichtigste Kreuzung.

Die Aktivisten protestierten auch vor dem Parlament. Dort bekundeten Anhänger des scheidenden Ministerpräsidenten Bojko Borissow ihre Solidarität mit seiner bürgerlichen Regierung. Ein starkes Polizeiaufgebot verhinderte Zusammenstöße beider Lager.

Proteste gab es unter anderem in den Schwarzmeer-Städten Warna und Burgas, in Blagoewgrad und in Wraza. Überall richtete sich die Wut gegen hohe Rechnungen für Strom, Zentralheizung und Leitungswasser. Die über das Internet organisierten Demonstranten forderten eine Überprüfung aller Monopolisten. Sprecher der Aktivisten forderten einen „Systemwechsel“ und die Schaffung einer „Bürgerverwaltung“.