18 Tote bei Explosion in russischem Bergwerk
Erneut sind in Russland bei einer Grubenexplosion zahlreiche Arbeiter ums Leben gekommen. Meist sind mangelnde Sicherheitsvorkehrungen die Ursache für diese Unglücke. Erst vor drei Wochen hat sich Gas in einem Schacht entzündet. Das aktuelle Unglück hat 18 Männer das Leben gekostet.
Video dazu in iptv.ORF.at
Fünf verschüttete Kumpel gerettet
Fünf von 23 verschütteten Arbeitern konnten bei dem Grubenunglück nahe der Stadt Workuta in der Teilrepublik Komi gerettet werden, wie das Zivilschutzministerium mitteilte. Drei Verletzte kamen in ein Krankenhaus, zwei wurden ambulant behandelt. Zuvor hatten sich mehr als 200 Arbeiter des Schachts in Sicherheit bringen können.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verstoßes gegen die Sicherheitsvorschriften. Warum sich das Methangas in 700 bis 800 Metern Tiefe entzündete, war zunächst unklar. Nach Darstellung der Staatsagentur Ria Nowosti war die Direktion des Bergwerks Anfang dieses Jahres ausgewechselt worden.
Besonders gefährliche Bergwerke
Die Bergwerke der Ex-Sowjetunion gehören wegen oft veralteter Technik und ihrer extremen Tiefe zu den gefährlichsten der Welt. Vor drei Wochen kam es im sibirischen Steinkohlerevier im Kusnezker Becken zu einer Gasexplosion, bei der vier Bergarbeiter starben.