EU will Meldepflicht für Onlineattacken
Mit einer einheitlichen Meldepflicht will sich die Europäische Union besser gegen künftige Cyberattacken wappnen. Die EU-Kommission will dazu Firmen und Verwaltungen per Gesetz verpflichten, Angriffe und große Sicherheitsvorfälle zu melden.
„Ein einziger Cybervorfall kann Zehntausende Euro für ein kleines Unternehmen kosten, bis hin zu Millionen für großangelegten Datenklau“, sagte EU-Digitalkommissarin Neelie Kroes. „Dabei könnte die Mehrheit davon dadurch vermieden werden, dass Nutzer einfache und günstige Vorkehrungen treffen.“
Sicherheitsmaßnahmen verstärken
Betroffen wären Betreiber kritischer Infrastruktur wie Energieversorger, Banken, Verkehrsbetriebe und Krankenhäuser sowie öffentliche Verwaltungen. Auch zentrale Internetdienste wie App Stores, Suchmaschinen und Soziale Netzwerke wie Facebook fielen unter die geplanten Regeln. Zugleich sollen Firmen und Behörden nach dem Willen der EU-Kommission ausreichende Sicherheitsmaßnahmen gegen Angriffe über das Internet schaffen.