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Auch Windows 8 enttäuscht

Der Aufstieg der Tablet-Computer wird das Geschäft der Computerbranche laut Marktforschern auf Dauer verändern. PC-Hersteller stehen vor der großen Herausforderung, ihr Angebot an den Boom mobiler Geräte wie Smartphones und Tablets anzupassen.

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Und die Uhr tickt für die großen PC-Hersteller. „Je mehr Zeit sie dabei verlieren, desto größer ist das Risiko für sie“, betonte der Analyst der Marktforschungsfirma Gartner, Ranjit Atwal, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Gerade in Europa zeichne sich ein struktureller Wandel ab: Die Verbraucher dürften dauerhaft viel öfter zum Tablet greifen, wenn sie nicht unbedingt auf eine Tastatur oder besonders viel Rechenleistung angewiesen seien, sagte Atwal.

Preise werden weiter sinken

Doch das laufende Jahr könnte noch einige Überraschungen bringen, unter anderem wenn die Preise für die dünnen Ultrabook-Laptops sinken, prognostizierte IDC-Analyst Jay Chou. Zudem hätten die meisten bisher vorgestellten Geräte die Möglichkeiten von Windows 8 noch nicht voll ausgenutzt.

Doch zum Absatzerfolg von Windows 8 gibt es bisher widersprüchliche Angaben. Zum Ende des Einführungsangebotes am 31. Jänner zeigte sich Microsoft zufrieden mit 60 Millionen verkauften Lizenzen, sowohl zum Einsatz auf neuen Geräten als auch für Umsteiger von einer älteren Windows-Version. Das neue Betriebssystem habe die Kunden begeistert, sagte Konzernchef Steve Ballmer.

„Windows 8 ist zu kompliziert“

Der Optimismus von Ballmer wurde nicht von allen PC-Herstellern geteilt: „Der ganze Markt hat sich seit dem Start von Windows 8 nicht erholt“, sagte der Präsident des taiwanesischen Herstellers Acer, Jim Wong. „Ich glaube, Windows 8 ist zu kompliziert. Die Menschen verstehen das System nicht. Dabei müssen wir ihnen nun helfen“, sagte Wong der „Wirtschaftswoche“.

Auch Dell rechnet nicht damit, dass Kunden sofort auf den neuen Windows-Zug aufspringen. „Der Verkaufsstart lief langsamer als erwartet“, sagte der Chef von Hewlett-Packard, Todd Bradley, Mitte Jänner im Interview mit Bloomberg TV.

Der Absatz von Notebooks und Desktop-Computern war im vierten Quartal 2012 laut der Marktforschungsfirma IDC um 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gefallen. Im gesamten Jahr sanken die PC-Verkäufe um 3,2 Prozent auf 352,4 Millionen Geräte. Vor allem Unternehmen halten sich angesichts der unsicheren Wirtschaftslage beim Kauf neuer Computer zurück.

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