Größe des Feldes noch unklar
Der Ölförderstaat Malaysia hat erstmals seit 24 Jahren ein neues Ölfeld an Land entdeckt. Das Reservoir liegt in 3.120 Metern Tiefe nahe der Stadt Miri im Norden der Insel Borneo, berichtete die staatliche Ölfirma Petronas am Freitag.
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Miri liegt an der Küste, nahe der Grenze zu Brunei. Auf der Brunei-Seite wird in der Region On- und Offshore bereits Öl gefördert. „Bei zwei Testbohrungen bekamen wir etwa 440 Barrel Öl und 326.000 Kubikmeter Gas pro Tag“, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Bernama unter Bezug auf Petronas.
Die Größe des Feldes werde noch untersucht. Im vergangenen Jahr war ein neues Offshoreölfeld mit schätzungsweise 64 Millionen Barrel Öl nordöstlich der Insel Penang im Westen Malaysias entdeckt worden. Malaysia ist nach Indonesien der zweitgrößte Ölproduzent in Südostasien. Das Oil and Gas Journal schätzte die malaysischen Reserven 2010 auf rund vier Milliarden Barrel.
Reich an Bodenschätzen
Auch abgesehen von Erdöl ist Malaysia ein an Bodenschätzen und Rohstoffen reiches Land und gilt als einer der größten Wachstumsmärkte Asiens. Fast fünf Prozent Wachstum jährlich werden dem aufstrebenden Land bis 2025 vorausgesagt. Im gleichen Zeitraum könnte sich das Bruttoinlandsprodukt verdoppeln.
Ein Grund dafür ist die wachsende Wettbewerbsfähigkeit. Im internationalen Standortvergleich des World Economic Forum belegt Malaysia Platz 25, knapp hinter Frankreich (21), aber noch vor China (29) und Italien (42). „Malaysia ist eine der offensten Volkswirtschaften der Welt“, lobt das Prognos-Institut.
Seit Beginn der 1990er Jahre erfolgte eine rasante industrielle Entwicklung, die das Land in die Reihe der aufstrebenden Schwellenländer aufrücken ließ. Malaysia gilt laut Wikipedia ökonomisch und politisch als eines der stabilsten Länder Südostasiens, in dem die Konvergenz von Tradition und Moderne, Islam und Kapitalismus propagiert wird. Es ist Mitglied der ASEAN, der D-8 und der G-15. Durch diese Ausrichtung erfuhr das Land einen grundlegenden Wandel von einem zuvor mehrheitlichen Agrarstaat hin zu einem technisierten und kapitalintensiven Industriestandort mit hohem Entwicklungspotenzial.
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