Israel-Wahl: Knappe rechte Mehrheit bestätigt

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Bei der Parlamentswahl in Israel hat das rechte Lager nun doch eine knappe Mehrheit von 61 der 120 Mandaten errungen. Das bestätigte gestern Abend das offizielle Endergebnis der Wahlkommission. Demnach kommt die ultrarechte Siedlerpartei Das jüdische Haus (Habajit Hajehudi) von Naftali Bennett auf zwölf statt elf Abgeordnete. Die drei arabischen Parteien, die als gemeinsame Liste angetreten waren, verloren gegenüber den vorläufigen Ergebnissen ein Mandat und erreichen nun elf statt zwölf Sitze.

An erster Stelle liegt mit 31 Mandaten weiterhin das rechte Wahlbündnis Likud-Beitenu von Regierungschef Benjamin Netanjahu, der daher mit der Regierungsbildung beauftragt werden dürfte. Auch die Stimmanteile der übrigen Parteien blieben unverändert: Liberale Zukunftspartei (Jesh Atid) 19 Mandate, Arbeitspartei 15 Mandate, Schas-Partei der ultraorthodoxen sephardischen Juden elf Mandate, ultraorthodoxe Partei Vereinigtes Torahjudentum der aschkenasischen Juden sieben Mandate, Hatnua-Partei und linksliberale Meretz-Partei je sechs Mandate, Kadima-Partei zwei Mandate.

Das heute veröffentlichte Ergebnis bezieht auch Stimmen von Soldaten ein, die bisher nicht ausgezählt waren. Das endgültige amtliche Ergebnis wird voraussichtlich am kommenden Mittwoch feststehen. Erst dann wird Staatspräsident Schimon Peres nach eigenen Angaben die Regierungsbildung in Auftrag geben.

Netanjahu beginnt informelle Koalitionsgespräche

Netanjahu hat aber bereits davor erste informelle Kontakte mit möglichen Koalitionspartnern aufgenommen. Er traf sich zweieinhalb Stunden lang mit Lapid. Zudem telefonierte Netanjahu noch mit dem Chef der ultrarechten Siedlerpartei Das Jüdische Haus, Bennet.